Erdgas kommt nach Ippinghausen: Im Mai starten die Bauarbeiten

Ippinghausen. Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) startet Anfang Mai mit dem Ausbau des Ortsnetzes für die Erdgasversorgung in Ippinghausen.

Das Ortsnetz wird eine Länge von 3,5 Kilometern haben und überwiegend in offener Bauweise verlegt. Eine halbe Million Euro investiert die EWF. 

„Die Arbeiten werden spürbar sein“, sagte Sven Hamel, Planer bei der EWF. Anwohner müssten sich auf Belastungen und Behinderungen einstellen.

Die Kunststoffrohre werden in den Bürgersteigen in einer Tiefe von mindestens 80 Zentimetern verlegt. Dazu werde es erforderlich sein, Gehwege und Asphalt aufzubrechen. Die Arbeiten seien vom Wetter abhängig, würden aber in der Regel zwischen 7 und 17 Uhr stattfinden, sagte Hamel. In Ippinghausen werde an zwei Standorten parallel gearbeitet. Los gehe es im Bereich Rosenstraße, Tulpenstraße und Bürgelstraße. Gleichzeitig werde die Leitung an der Leckringhäuser Straße in Richtung Korbacher Straße verlegt. Nahezu jede Straße im Wolfhager Stadtteil werde von den Arbeiten betroffen sein, so Hamel. Ziel sei es, den Bau des Ortsnetzes noch in diesem Jahr mit Beginn der neuen Heizperiode abzuschließen. Für die offene Bauweise hat sich die EWF aus Kostengründen entschieden. Das geschlossene Verfahren, das teurer sei, werde dennoch an einigen Punkten angewandt, etwa an der Leckringhäuser Straße. Dort kreuzten die Elbe und der Mühlenbach die Fahrbahn. Dort werden die Gasleitung nicht im Gehweg, sondern unter der Straße verlegt.

Bislang haben sich 40 Kunden bei dem Unternehmen gemeldet, die ihre Energieversorgung auf Erdgas umstellen wollen. Ob die EWF mit dieser Zahl zufrieden ist, dazu wollte sich das Unternehmen nicht äußern. „Natürlich wollen wir so viele Ippinghäuser wie möglich als Kunden gewinnen“, sagte Axel Voigt, der für die Öffentlichkeitsarbeit bei der EWF zuständig ist. Die Erfahrung habe gezeigt, dass mit Beginn der Arbeiten das Interesse am Projekt wachse. „Mit dem Baggereffekt werden sich weitere Personen bei uns melden“, ist sich Sven Hamel sicher.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Energie Waldeck-Frankenberg die Erdgas-trasse von Altenstädt bis zum Ortseingang von Ippinghausen an die Straße Unterm Dorfe geführt. Etwa 400 000 Euro investierte der Energieversorger in die 2,5 Kilometer lange Strecke.

Der Unternehmer Heinz Schlüter, Geschäftsführer von Kuntschar und Schlüter, hatte sich für eine Versorgung Ippinghausens mit Erdgas eingesetzt. Er benötigt den Energieträger für seine Blockheizkraftwerke, die im Ort produziert werden.

Quelle: HNA

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