Betriebssportgruppe der JVA bekam Trophäe für ihren Namen

Erfolg mit Humor

Vor Gitterstäben: Achim Spychalski-Merle (zweiter von rechts) überreichte den Pokal für den schönsten Teamnamen an Holger-Sebastian Daum (zweiter von links). Mit dabei: Wilfried Porada, Vorstand der Betriebssportgemeinschaft (links) und Anstaltsleiter Jörg Bachmann (rechts). Fotos:  privat

ALSFELD/schwalmstadt. Beim Firmenlauf „Alsfeld bewegt“ gibt es neben einem Pokal für die schnellsten Läufer und das größte Team eine Trophäe für die Gruppe mit dem schönsten Namen. Die ging dieses Mal an „Die Bewegten Gitterstäbe“, eine Abordnung von Mitarbeitern der JVA Schwalmstadt.

Der Name sei jedoch reine Fantasie, wie Anstaltsleiter Jörg Bachmann bei der Übergabe des Pokals vor Ort betonte. Dass die echten Gitterstäbe keinen Millimeter weichen, davon konnte sich jetzt Achim Spychalski-Merle überzeugen, als er die Trophäe in der JVA ablieferte. Entgegengenommen wurde sie dort von Holger-Sebastian Daum, dem stellvertretenden Sachgebietsleiter Sport und Freizeit, dem Anstaltsleiter Jörg Bachmann und dem Vorstand der Betriebssportgemeinschaft Wilfried Porada.

Alle drei betonten den Stellenwert des Sports zum einen für die Mitarbeiter der JVA, zum anderen aber auch für die Insassen, häufig Schwerverbrecher mit sehr langen Haftstrafen.

So spielt die Abteilung Fußball der Betriebssportgemeinschaft, also der Mitarbeiter der JVA, auf sehr hohem Niveau und qualifiziert sich regelmäßig für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der JVAs. Auch der Bereich Fitness sei sehr gut aufgestellt in Schwalmstadt. Zehn Läufer der Belegschaft der JVA konnten sich rund um Teamkapitän Holger-Sebastian Daum in Alsfeld behaupten. Daum lobte das schöne Klima vor, während und nach dem Lauf: „Alsfeld bewegt ist ein besonderes Ereignis in guter Atmosphäre und toller Stimmung auf dem Marktplatz.“

Das Ergebnis konnte sich ebenfalls sehen lassen: 7200 Euro wurden an verschiedene Einrichtungen ausgeschüttet. Alle Läufer verbinde ein gemeinsames Ziel, das die sportliche Leistung zwar herausfordere, den Gedanken von Spaß, Gemeinsamkeit und Charity aber eindeutig in den Vordergrund stelle, sagte Spychalski-Merle.

Für zwei Jahre bleibt die hübsche, basaltene Trophäe nun hinter Gittern in Ziegenhain. (aqu)

Quelle: HNA

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