Erika Idt und ihre Familie aus Schrecksbach lesen die Lokalzeitung seit 54 Jahren

Mit der täglichen Lektüre: (von links) Gudula Idt (52) mit ihrer Schwiegermutter Erika Idt (77) und ihrem Mann Heinz Ludwig Idt (57). Foto:  Effenberger

Schrecksbach. Seit 54 Jahren gehört die Lokalzeitung bei Familie Idt auf den Frühstückstisch. Jeden Morgen bekommt Erika Idt (77) die Schwälmer Allgemeine von ihrer Schwiegertochter Gudula Idt (52) gebracht. Sie hat die Ausgabe dann immer schon gelesen.

Als erste der Familie informiert sich Bürokauffrau Gudula Idt morgens über das aktuelle Geschehen in der Region, bevor sie sich auf den Weg zur Arbeit macht. Die 77-Jährige hingegen besonders für den lokalen Sportteil, in dem sie stets mitverfolgt, wie sich die heimische Fußballmanschaft geschlagen hat.

Die Ausgaben der Woche sammeln die Frau dann für Sohn und Ehemann Mann Heinz Ludwig Idt (57). Dieser nimmt sich am Wochenende Zeit zum Lesen, da er aus beruflichen Gründe unter Woche viel unterwegs ist. Auch den Baumaschinisten interessiert besonders der Lokalteil. „Andere wichtige Nachrichten erfährt man auch aus dem Radio oder Fernsehen, was in der Umgebung passiert ist am interessantesten“, betont der 57-Jährige. Doch auch die Rätsel in der Zeitung finden bei den Idts regen Anklang, jeder will der erste beim Knobeln sein.

Sogar an die Verwandschaft aus Lampertheim ist gedacht, erzählt Gudula Idt. Regelmäßig bekommt diese eine typische Schwälmer Stracke zusammen mit einer möglichst aktuellen Ausgabe der Schwälmer Allgemeinen zugesendet. So halt sich die Familie auch in der Ferne über das aktuelle Geschehen in der Schwalm auf dem Laufenden.

Auch die Familie selbst erschien schon einmal in einem Bericht im Lokalteil. „Meine Tochter war auch mal in der Zeitung. Da wurde über ihren Kürbisverkauf berichtet“, erzählt Erika Idt nicht ohne Stolz.

Könnte Gudula Idt etwas an ihrer Tageszeitung verbessern, so würde sie gern mehr Nachberichterstattungen lesen. Wenn beispielsweise irgendwo in der Nähe ein Unglück passiert ist und darüber berichtet wird, könne man einige Wochen später erneut darüber berichten, wie sich die Situation entwickelt hat, so ihr Wunsch. „Man könnte den Lesern mitteilen, ob es eine Möglichkeit gibt den Betroffenen persönlich zu helfen“, wünscht sich die Bürokauffrau.

Heinz Ludwig Idt freut sich darauf, auch in den kommenden 50 Jahren von der Schwälmer Allgemeinen über das Geschehen in der Region informiert zu werden.

Von Maria Effenberger

Quelle: HNA

Kommentare