Stadt Neukirchen lädt ein zu Gedenkveranstaltung

Erinnern an die Reichspogromnacht

Neukirchen. Gedenktage im November – in Neukirchen setzen sie sich fort mit der Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938: Alle, die sich öffentlich erinnern und damit ein Zeichen setzen wollen, sind eingeladen zur 19. Neukirchener Gedenkveranstaltung aus Anlass der Reichspogromnacht für Freitag, 9. November, um 18.15 Uhr. Die Veranstaltung beginnt am Gedenkstein vor der ehemaligen Synagoge in der Untergasse.

Zu Beginn erklingt das Glockengeläut der evangelischen und katholischen Kirchen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Nach kurzer Stille liefert Ewald Dilling einen musikalischen Beitrag. Wortbeiträge haben Pfarrerin Nora Dinges von der evangelischen Kirchengemeinde Neukirchen und Pfarrer Piotr Pasko, OMI, von der katholischen Kirchengemeinde Neukirchen vorbereitet. Im Anschluss gehen alle Teilnehmer zum Rathaus. Dort begrüßt gegen 18.45 Uhr Bürgermeister Klemens Olbrich die Gäste. Ewald Dilling spielt Klarinette, und Textbeiträge haben Schüler der Steinwaldschule und der Melanchthon-Schule Steinatal vorbereitet.

Festvortrag zu Fotos

Den Festvortrag hält Monica Kingreen, Leiterin des Pädagogischen Zentrums des Jüdischen Museums in Frankfurt. Ihr Thema lautet „Novemberpogrom 1938 – Fotos aus Hessen“. Schlussworte spricht Klemens Olbrich.

Seit 1993 lädt die Stadt Neukirchen alljährlich zu Gedenkveranstaltungen aus Anlass der Reichspogromnacht ein. Vor der ehemaligen Synagoge in der Untergasse wurde in diesem Jahr ein Gedenkstein, der an die ehemaligen Mitbürger jüdischen Glaubens in Neukirchen erinnert, feierlich enthüllt. 27 jüdische Familien mit 101 Menschen hatten in Neukirchen zum Zeitpunkt der Reichspogromnacht gelebt. (jkö)

Quelle: HNA

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