Fachtag zum Jubiläum des Geschäftsbereiches

Erinnern an Wege der Psychiatrie

Gastredner: Dr. Birger Dulz aus Hamburg sprach zur Borderline-Beziehung. Foto: privat

Schwalmstadt. Über 110 Fachleute, Betroffene und Angehörige kamen jüngst beim Fachtag zum 25-jährigen Bestehen der Sozialpsychiatrie Hephatas im Kirchsaal des Diakoniezentrums zusammen.

Hephata-Direktor Pfarrer Peter Göbel-Braun erinnerte in seinem Grußwort daran, dass das Datum des 8. Mai und auch der Ort Kirchsaal Hephatas geprägt seien. „Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung Deutschlands von der Geißel des Nationalsozialismus.“ Im Kirchsaal Hephatas seien Menschen verabschiedet worden, die 1937 bis 1939 dann jeweils am kommenden Tag abtransportiert worden seien.

„Auch die Menschen der Zielgruppe, mit denen wir uns heute beraten, waren diesen Diskriminierungs- und Tötungsaktionen der Nazis ausgeliefert“, so Göbel-Braun. Aber: In diesem Saal wurden 1945 die Evangelische Kirche in Deutschland, in Kurhessen Waldeck, die Innere Mission und das Evangelische Hilfswerk gegründet.

Bau der Klinik

Göbel-Braun kennzeichnete die weitere Entwicklung der Sozialpsychiatrie und Sozialen Rehabilitation Hephatas mit dem Bau der Hephata-Klinik 1969, der Psychiatriereform 1975, sowie der Trägerschaft für die Wohnhäuser und Werkstätten der Sozialpsychiatrie Hephatas in Treysa und Fritzlar bis zum heutigen Tag.

Angehörige kamen zu Wort

Gastredner war Dr. Birger Dulz, Asklepios Klinik Hamburg, der über die „Borderline-Beziehung“ als einer Form der Persönlichkeitsstörung sprach. Unter dem Motto „Unser Weg zwischen Einigeln und Nach-Draußen-Gehen“ sprachen Angehörige zudem von ihren Erfahrungen. (red)

Quelle: HNA

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