Ermittlungen eingestellt: Tod von Karl S. in Homberger Praxis war wohl tragischer Unfall

Schwalm-Eder. Karl S. ist nicht wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers gestorben. Die Kasseler Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Ärzte und das Personal einer Praxis an der ehemaligen Homberger Asklepios eingestellt.

„Den Beteiligten ist kein strafrechtlicher Tatbestand nachzuweisen“, sagte Hans-Manfred Jung, Leitender Oberstaatsanwalt. Nach dem das rechtsmedizinische Gutachten vorliege und ausgewertet worden sei, werde ein Verschulden des Personals am Tod von Karl S. ausgeschlossen.

Der damals 80-jährige Karl S. aus Unshausen war am 8. Februar 2009 in Kassel im Klinikum an der Schwere seiner Verletzung gestorben, die er sich in einer Praxis in den Räumen der Homberger Asklepiosklinik zugezogen hatte. In der Praxis des niedergelassenen Arztes war er zu einer routinemäßigen ambulanten Darmspiegelung.

„Für uns ist wichtig, dass alle Verdachtsmomente ausgeräumt sind“, sagte Dr. Dirk Fellermann, Regionalgeschäftsführer der Asklepioskliniken. Die Klinik hatte sich selbst angezeigt. Entgegen damaliger Gerüchte sei erwiesen, dass die Praxiseinrichtung in Ordnung und auf dem neuesten Stand der Technik gewesen war.

Für die Familie sei der Tod von Karl S. ein tragischer Schicksalsschlag. „Das Praxispersonal konnte den Tod von Karl S. nicht verhindern und hat ihn auch nicht verschuldet“, sagt Fellermann. (ddd)

Quelle: HNA

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