Bürgerinitiative: „Werden bevorzugter Standort“

Erneut Demo gegen Massentierhaltung

Gudensberg. Die Verdoppelung der Schlachtkapazität (von 125 auf 250 Tonnen täglich) im Gudensberger Geflügelschlachthof von Plukon scheint beschlossene Sache. In Wabern-Zennern will ein Tiermäster seine Geflügelmast von 50 000 Tieren auf 150 000 Tiere verdreifachen. „Nordhessen droht ein bevorzugter Standort für die sogenannte Intensivtierhaltung zu werden“, befürchtet die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung.

Die Bürgerinitiative ruft deshalb auf zu einer erneuten Demonstration am Samstag, 6. Dezember, in Gudensberg. Der Zug wird um 10.45 Uhr aufgestellt im Schwimmbadweg vor der Gesamtschule, Start ist um 11 Uhr. Von dort geht es über den Kreisverkehr zum Töpfenmarkt am Rathaus.

Beim Start, unterwegs und am Kundgebungsort sind einige fantasievolle Aktionen geplant. Außerdem werden Stände regionaler landwirtschaftlicher Betriebe über ihr Angebot informieren.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte eine Demonstration mit etwa 600 Teilnehmern in Gudensberg gezeigt, dass eine Entwicklung des Chattengaus zu einem Zentrum der Massentierhaltung von vielen Menschen nicht hingenommen wird.

Die Bürgerinitiative ruft Verbraucher auf, ihren Einfluss durch ihr Kaufverhalten geltend zu machen, fordert aber auch besonders von den Lokalpolitikern, über den Tellerrand zu schauen und rechtzeitig Entwicklungen Einhalt zu gebieten, die Natur, Umwelt, Mensch und Tier und damit der Region schaden.

Am 6. Dezember feiert die Bürgerinitiative zugleich ihren ersten Geburtstag und kann auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Die BI-Arbeit hat bereits viele positive Signale gesetzt. Die Initiatoren hoffen auf eine machtvolle Demonstration am 6. Dezember. (ula)

Weitere Infos im Netz unter www.bi-chattengau.de und www.facebook.com/bi.chattengau

Quelle: HNA

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