Ernst Schluckebier wird als neuer Pfarrer für Felsberg und Böddiger ins Amt eingeführt

Ernst Schluckebier wird als neuer Pfarrer ins Amt eingeführt

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Erkundet seine neue Umgebung: Das Foto zeigt Ernst Schluckebier, den neuen Pfarrer für Felsberg und Böddiger, an einem Torbogen am Pfarrhaus, in dem künftig zuhause sein wird.

Felsberg/Böddiger. Ernst Schluckebier ist neuer Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger. Das hat der Landesbischof entschieden. Der Nachfolger von Friedrich Werner wird am Sonntag, 4. September, in sein Amt eingeführt.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Nikolaikirche Felsberg. Danach gibt es ein Beisammensein auf dem Pfarrhof.

„Ich bin ein Mann mit viel Geschichte“, sagt der verwitwete Vater von drei erwachsenen Kindern über sich selbst. Geschichte und der liebevolle Umgang damit, das sei sein Oberthema.

Und im Zusammengang mit der Frage „Wie bauen wir Zukunft?“ nennt er seinen Lieblingsspruch: „Haltet durch, gebt ja nicht auf.“

Schluckebier wuchs in Pfarrhäusern in Kassel und Hanau auf. Sein Vater, Dr. Friedrich Wilhelm Christian Schluckebier (1928 – 1996), war Pfarrer und Dekan.

Die vielen Menschen, die im Pfarrhaus ein- und ausgingen und die Begegnungen mit vielen jungen Pfarrerinnen und Pfarrern „mit ihrer weltoffenen Art haben mich motiviert, Theologie zu studieren“. Und schon während des Studiums habe er Interesse an der Militärseelsorge gehabt.

In Felsberg möchte er seine bisherigen Erfahrungen bündeln. Beworben habe er sich um diese Stelle, weil er in Felsberg Erfahrungen, die er in Kleinstadt und Dorf gemacht habe wiederentdecken wolle.

Er freue sich darauf, dass er in seinem neuen Amt Menschen begegnen werde, „die unter schwierigen strukturellen Bedingungen Christengemeinde und Bürgergemeinde gestalten wollen“.

Er habe eine große Liebe für die Zusammenarbeit mit politischer Gemeinde, Vereinen und Verbänden. Aufgefallen sind dem neuen Pfarrer Häuser in der Altstadt, die leer stehen, weil die letzten Bewohner verstorben sind. „Die Häuser sprechen Leid aus“, aber ein Pfarrer könne gar nichts tun gegen die Leerstände.

„Ich bin im guten Sinn politischer Prediger, weil ich das Lachen und Weinen der Menschen in der Gemeinde sprachfähig machen will und vor dem Evangelium Jesu Christi deuten und fruchtbar machen möchte“, sagt Schluckebier.

Bis Weihnachten will der neue Pfarrer in das alte, dann renovierte Pfarrhaus in Felsberg eingezogen sein.

Quelle: HNA

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