Ernte-Endspurt im Wolfhager Land: Besser als gedacht

Wolfhager Land. Die Landwirte sind im Ernte-Endspurt. Nach Trockenheit und Dauerregen sah es in diesem Jahr nach miserablen Erträgen aus. Doch die Erntebilanz fällt besser aus als vermutet.

„Wir sind überrascht, dass sich das Getreide doch noch so gut erholt hat“, freut sich Reinhard Schulte-Ebbert vom Bauernverband. Wobei die Qualität gerade in diesem Sommer stark standortabhängig gewesen sei. An guten Standorten wäre die Ernte normal ausgefallen, an schlechten unterdurchschnittlich.

Im Altkreis Wolfhagen sieht es gut aus. Das was die Landwirte in diesen Tagen bei der Raiffeisen-Warenzentrale in Wolfhagen abliefern, versetzt die Mitarbeiter dort in Staunen. „Wenn Getreide solange auf dem Halm steht wie in diesem Jahr, taugt es normalerweise nur noch als Futterweizen“, sagt Mitarbeiter Gerd Meyer. Um das Getreide trocken einzufahren, mussten die Landwirte lange auf sonnige Tage warten. „Wir hatten mit minderwertigen Qualitäten gerechnet“, so Meyer.

Ein ähnliches Bild auch beim Landwarenhandel Rörig in Wolfhagen. „Der Weizen ist bisher völlig okay“, sagt Thorsten Döring. Und damit als Brotweizen geeignet. Allerdings wurde laut Schulte-Ebbert die Ernte durch zusätzliche Triebe erschwert, die das Getreide aufgrund des vielen Regens gebildet hatte.

Mais und Zuckerrüben waren von der Trockenheit im Frühling kaum betroffen. „Wir gehen deshalb von guten Erträgen aus“, so Schulte-Ebbert. Noch unsicher ist, ob auch der Zuckergehalt der Rüben stimmt. „Da sind wir jetzt in der Schlussphase noch einmal auf Sonne angewiesen.“

Landwirt Heinz Becker aus Wolfhagen erntet derzeit Kartoffeln und ist damit sehr zufrieden. Allerdings seien größere Knollen aufgesprungen. Dies hänge mit dem Temperaturwechseln zusammen, erklärt Kartoffelbauer Matthias Bott aus Martinhagen. Auch er ist mit Menge und Qualität seiner Kartoffeln zufrieden.

Quelle: HNA

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