Lob für Eröffnungsbilanz: Besserer Überblick für die Finanzplanung

Melsungen. Soviel Lob hat ein Kämmerer wohl selten erhalten, wie Cornelia Ritter-Wengst, die bei der Stadt Melsungen für die Finanzen verantwortlich ist. Im Melsunger Parlament gab es am Montag viel Anerkennung für die Eröffnungsbilanz, die den Stadtverordneten einen bisher nicht gekannten Überblick für die künftige Haushaltsplanung bietet.

Als eine der ersten Städte im Landkreis hat Melsungen diese Eröffnungsbilanz nun vorgelegt, die als Grundlage für das neue kommunale Rechnungswesen (Doppik) dient. Bemerkenswert auch: Während andere Verwaltungen sich externe Berater für diese Aufgabe ins Haus geholt haben, wurde die Bilanz in Melsungen von eigenen Mitarbeitern erstellt. Dahinter stecke jede Menge Kleinarbeit, berichtete Cornelia Ritter-Wengst im Gespräch mit der HNA.

Über 5000 Grundstücke, 200 Kilometer Straßen und 40 Gebäude flossen in die Bewertung ein. Stadthalle, Bäder und Dorfgemeinschaftshäuser wurden ebenso in die Bilanz aufgenommen wie Fußwege und Buswartehallen. Die Stadtverordneten hätten so erstmals eine komplette Übersicht, welche Vermögenswerte vorhanden sind, aber auch welche Folgekosten und Abschreibungen berücksichtigt werden müssen.

„Ein wirkliches Bravo der gesamten Verwaltung“, sagte Dr. h.c. Ludwig Georg Braun (FDP). „Wir haben nicht nur Schulden, sondern auch ein sehr gesundes Eigenkapital“, fügte er hinzu. Auch Volker Wagner (SPD) lobte die „Herkulesaufgabe“. Er überreichte an Cornelia Ritter-Wengst einen Blumenstrauß. „Die Bilanz eröffnet einen ganz neuen Blick auf den Haushalt“, sagte Bernhard Lanzenberger (CDU). (hro)

Quelle: HNA

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