16 Ortsteile rüsten sich für die Dorferneuerung und entwickeln gemeinsam Ideen

Erst Konzept, dann Geld

Ideenbörse: Landschaftsplanerin Heike Brandt begleitet die Frielendorfer bei Entwickeln eines Konzeptes für die Dorferneuerung. Erst wenn das vorliegt, gibt es Geld vom Land. Foto: Grede

Frielendorf. Das Thema Dorferneuerung macht sich breit in Frielendorf. Inzwischen werden Menschen in 16 Ortsteilen aktiv. In Rundgängen und Workshops beleuchteten sie den Ist-Zustand in ihren Dörfern – am Ende soll ein Konzept für alle Ortsteile stehen, mit dem sich die Großgemeinde gegen die demografischen Veränderungen und die damit verbundenen Probleme stemmen will. Entstehen soll damit das so genannte Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept. Es wird Basis für den finanziellen Umfang der Landesförderung aus dem Programm Dorferneuerung sein.

Im März hatte es aus Wiesbaden grünes Licht gegeben, die komplette Gemeinde vom Fördertopf profitieren zu lassen. Und seit Mai haben die Frielendorfer, begleitet von Beratern und Planer, ihre Dörfer intensiv unter die Lupe genommen und Stärken und Schwächen ins Visier genommen. Die seien in Workshops aufgearbeitet worden, erklärte Heike Brandt, deren Planungsbüro die ersten Schritte der Dorferneuerung moderiert.

Als Plus kann da zum Beispiel der Ortsteil Großropperhausen eine eigene Grundschule und einen Pflegedienst verbuchen. Als Minus macht sich dagegen der hohe Gebäudeleerstand und der fehlende Laden zu schaffen. Ähnliche Probleme vermerkt auch der Nachbarort Obergrenzebach. Überhaupt, Versorgung wird ein wichtiger Punkt sein, mit dem sich das Konzept befassen wird, sagte die Moderatorin. Ein eigener Laden nach Genossenschaftsmodell? Organisierte Nachbarschaftshilfe, oder gar mobile Geschäftsfahrzeuge? Nächster Schritt wird es sein, die in den Ortsteilen entwickelten Ideenbörsen zusammenzuführen. Denn, so Bürgermeister Birger Fey, viele der Probleme können nicht in einem Ort allein gelöst werden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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