Erst lyrisch, dann rockig

Burgbergfestival mit einer Mischung aus irischem Folk und harten Klängen

Heimspiel: Der Homberger Michael Dippel mit Chip ‘n‘ Steel.

Homberg. Das Homberger Burgbergfestival ist ein Klassiker. In der 34. Auflage wurde das Festival am Wochenende gefeiert. Seit einigen Jahren setzen die Festivalmacher (Stadtjugendring) auf eine Mischung aus melodiösem Folk und harten Rock. So auch diesmal. „Grained", „Trust in Random" und „Heisskalt".

Das waren die angesagten Bands für den rockigen Samstag, doch zunächst verwandelte sich das Festivalgelände am Stellberg Freitagabend in einen Open-Air-Pub.

Die „Potheen Rovers“ - selbst zwar kein irisches Blut in den Adern aber mit einem vollen Repertoire an irischen Klängen - brachten sie sowohl die Lebensfreude als auch die Melancholie des echten Irish Folk nach Homberg.

Zum Anschluss gab es dann die Band Chip ‘n‘ Steel zu hören. Mit den großen Hits von Joe Cocker und ihrer eigenen Interpretation sorgten die Musiker um den Homberger Sänger Michael Dippel - nebenbei auch Gründungsmitglied des Burgbergfestivals vor über 30 Jahren - bis in die Nacht für eine gute Stimmung unter den rund 450 Besuchern.

Am Samstag stand eine Mischung aus Metal, Punk, Rock und Grunge auf dem Programm. Wer es lieber leiser mochte, konnte zwischen den Auftritten der anderen Bands auf der kleinen Bühne der Musik von Liedermachern Nadine Fingerhut lauschen. Ohne Schuhe, dafür aber mit Liedern über das Blau des Himmels, den Aufstand gegen gesellschaftliche Missstände und das schöne Leben, zog sie die Zuschauer an. Schade nur, dass sie dabei fast jedes Mal durch die Aufbauten und Tests der Bands auf der großen Bühne übertönt wurden.

Ruhig und entspannt sei es am Samstagnachmittag auf dem Festivalgelände zugegangen, berichtete Hilmar Höse vom Stadtjugendring. Den ganzen Tag über sei neben der Musik viel Platz für Gespräche und Interaktionen unter den Besuchern gewesen.

Fotos vom Burgbergfestival

Burgbergfestival in Homberg

Das änderte sich am Abend, denn die auftretenden Musiker waren alles andere als leise. Und vor allem bei den beiden Hauptbands des Festivals „Bakkushan“ und „Heisskalt“ hatten die Anwesenden vor der Bühne anderes zu tun, als sich durch Gespräche auszutauschen. Dafür kommunizierten sie umso mehr mit den Bands. Lautes und bewegungsreiches Mitmachen war angesagt auf dem Platz vor der Bühne, wo sich nahezu alle Besucher am späten Abend aufhielten.

„Wir sind zufrieden“, sagte Hilmar Höse. Nicht zuletzt, weil die Irish Night in diesem Jahr guten Anklang gefunden habe. Auch zu später Stunde am Samstag seien noch einmal Leute gekommen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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