Fotofallen-Aktion von Forstämtern und BUND

Fotofallen-Aktion: Der erste Luchs lief vor die Kamera

Dienstagmorgen, 8.22 Uhr: Im Wald bei Wollrode geriet dieser Luchs vor die Sensoren einer der automatischen Kameras. Fotos:  nh

Guxhagen. Erste Erfolge zeigt die Fotofallen-Aktion, mit der Forstämter und BUND wild lebenden Luchsen in unseren Wäldern auf die Spur kommen wollen. 

Am Dienstagmorgen um 8.22 Uhr passierte ein Pinselohr im Wald bei Guxhagen-Wollrode eine der Kameras, deren Sensoren auf Bewegung und Körperwärme reagieren.

Der Apparat löste aus und schoss von dem Luchs eine ganze Bilderserie im Zwei-Sekunden-Abstand. Der Melsunger Forstamtsleiter Christian-Peter Foet schätzt, dass es sich um ein zwei bis drei Jahre altes Jungtier handelt.

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Entdeckt wurden die Aufnahmen am Mittwoch bei der ersten Bilderauswertung der 30 Fotofallen, die seit Januar vom Forstamt Melsungen betreut und im Monatsabstand kontrolliert werden. Dabei stellte sich heraus: Der am Dienstag fotografierte Luchs war am 21. Januar bereits vor dieselbe Kamera gelaufen.

Zwar sind die älteren Aufnahmen in der Nacht entstanden und daher schemenhafter als die neuen Bilder, dennoch ist Foet sicher, dass es sich um dasselbe Tier handelt: „Man kann den Luchs an der Fellzeichnung eindeutig wiedererkennen“, sagt der Forstamtsleiter. An den charakteristischen Flecken der Großkatze orientiert sich auch der BUND beim Erfassen der heimischen Luchspopulation anhand der Fotos.

Die Bilder weiterer Kameras werden in den nächsten Tagen erstmals ausgewertet. (asz)

Quelle: HNA

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