Bürgermeister Barth stellte dem Parlament Möglichkeiten zur Grünflächen-Pflege vor

Erste Paten für das Grün

Gemeinsam für das Dorf: Wie das Archivfoto vom Herbstputz in Winterscheid zeigt, haben die Hochländer immer mitangepackt, um ihre Ortschaften in Ordnung zu halten. Nun gibt es in Gilserberg sogar Grünflächenpaten, die sich um ein Stück kümmern. Foto: Archiv

Gilserberg. Wie die Grünflächen zukünftig im Hochland gepflegt werden können, machte Bürgermeister Rainer Barth am Dienstagabend in der Gemeindevertretersitzung in Itzenhain deutlich. Sein Konzept geht auf eine SPD-Anfrage in der vergangenen Sitzung im Juni zurück.

Die Fraktion hatte damals bemängelt, dass die Pflege der Wiesen, Bäume und Sträucher vernachlässigt werde. Der Gemeindevorstand sollte ein Konzept vorlegen. Laut Bürgermeister Barth erstellte der Bauhofleiter daraufhin ein Flächenkataster, in dem 100 Bereiche erfasst sind, die der regelmäßigen Pflege mit Rasenmäher oder Heckenschere bedürfen. Die Ortsbeiräte sollen das Kataster nun überprüfen und darauf achten, welche Fläche mehr oder weniger Pflege benötigt.

Außerdem wurde im Gemeindeblättchen zu Flächenpatenschaften aufgerufen. „Zahlreiche Anwohner sind diesem Aufruf gefolgt“, sagte Barth. So wurden bereits 20 Gebiete ehrenamtlich verschönert. Dies sei ein Modell für die Zukunft. Zudem sucht der Bürgermeister das Gespräch mit den Jagdgenossen, inwieweit diese helfen können.

Sollten die Grünflächen im Hochland durch eine Firma gepflegt werden, entstünden zusätzlich Kosten, so der Bürgermeister. Er stellte zudem die Möglichkeit vor, eine 450-Euro-Kraft auf dem Bauhof zu beschäftigen, mit deren Hilfe Wiesen gemäht und Hecken geschnitten werden könnten. Ein Vorpraktikum habe es bereits gegeben, der Arbeiter wurde in Zusammenarbeit mit der Hephata-Diakonie beschäftigt, teilte Barth mit.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Gemeindevertretung sich im Zuge der Haushaltsdiskussionen im kommenden Jahr für eine oder mehrere der von ihm vorgestellten Möglichkeiten entscheiden müsse. Bis dahin seien die Rückmeldungen der Anwohner abzuwarten. WEITERE ARTIKEL

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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