Erste Schritte ins Jubiläum

Spendenlauf zum 175-Jährigen der Hermann-Schafft-Schule

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Gaben alles, um zu helfen: Mit einem Spendenlauf, den die Homberger Hermann-Schafft-Schule zu ihrem Jubiläumsjahr organisiert hatte, sollte unter anderem auch ein Projekt für gehörlose Kinder in Uganda unterstützt werden.

Homberg. Es waren viele Schritte, die etwas bewegten: Ein Spendenlauf von Hermann-Schafft-Schülern durch die Homberger Innenstadt markierte am Samstag den Auftakt zu mehreren Veranstaltungen, die die Förderschule für Hörgeschädigte und Sehbehinderte anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens in den kommenden Monaten ausrichtet.

Dabei unterstützte der Benefiz-Minimarathon über den Marktplatz und durch die angrenzenden Straßen den guten Zweck gleich doppelt: Neben einem schulinternen Vorhaben der Homberger Einrichtung kommt der erlaufene Betrag vor allem einem Projekt für gehörlose Kinder in Uganda zugute.

Vor 14 Jahren von dem Wetzlarer Gerhard Ehrenreich gegründet, entstanden dort bereits zwei Schulen und ein Kindergarten. Mit dem Bau einer Berufsschule und der damit verbundenen Ausbildung soll gehörlosen Jugendlichen ein selbstständiges Leben ermöglicht und die Integration in die Gesellschaft gefördert werden. Das sei Grund genug, die Laufschuhe zu schnüren, befanden etwa 100 Hermann-Schafft-Schüler. Je nach Jahrgang legten sie verschieden lange Strecken in unterschiedlichen Zeitvorgaben zurück. Unterstützung erhielten sie von Lehrern, Eltern, Geschwistern, Freunden und anderen Hombergern. Die hatten sich nicht nur im Vorfeld bereit erklärt, jede gelaufene Runde der Pennäler mit einem individuell festgelegten Betrag zu honorieren, zugleich schlüpften viele von ihnen spontan ins grüne Schuljubiläums-Shirt und begleiteten die Schüler auf ihren Runden.

Wer weniger gut auf den Beinen war, der unterstützte die Läufer mit rhythmischem Klatschen und lautstarken Anfeuerungsrufen. So erreichte die Stimmung am Rande der Laufstrecke fast Berlin-Marathon-Qualität.

1256 Runden gelaufen

Beachtlich war auch das Endergebnis mit insgesamt 1256 Laufrunden. Der entsprechende Betrag lasse sich erst beziffern, wenn alle Spendenpaten ihren Obolus entrichtet hätten, betonten die Organisatorinnen Martina Ross und Vera von Schön-Angerer.

Gemeinsam mit allen Beteiligten waren sie sich einig: „Das hat sich in jeder Hinsicht gelohnt“, sei es für die Darstellung der Schule in der Öffentlichkeit, fürs Gemeinschaftserlebnis wie auch für den guten Zweck.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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