Erste Tagespflege für Gudensberg - Stadt plant Einrichtung mit Niedenstein

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg will zusammen mit der Stadt Niedenstein eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Menschen in Gudensberg betreiben. Das beschloss das Parlament am Montagabend im Bürgerhaus einstimmig.

Die Einrichtung, die ursprünglich im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhaus Trossbach entstehen sollte, könnte nun ein Domizil in der Untergasse 30 finden, der Standort wird zurzeit geprüft. Das jetzige Angebot der Stadt für ältere Menschen beinhaltet vollstationäre Pflegeplätze im Altenzentrum Eben-Ezer, drei ambulante Pflegedienste sowie seniorengerechte Wohnungen. Eine teilstationäre Pflegeeinrichtung aber gibt es weder in Gudensberg noch in Niedenstein.

Da beide Städte aber bereits interkommunal in Sachen ambulante Krankenpflege kooperieren, wollen sie die Zusammenarbeit nun auf die Tagespflege erweitern, sagt Bürgermeister Frank Börner. Für deren Einrichtung geht die Stadt Gudensberg von einer einmaligen Investition von 95.000 Euro aus. Weitere Kosten entstehen aber durch die notwendigen Umbauten der bislang von der Krankenpflegestation genutzten Räume in der Untergasse.

Die Betriebskosten, so die Hochrechnungen, würde sich pro Jahr auf etwa 300.000 Euro belaufen. Eine Wirtschaftlichkeit sei bei einer Auslastung von 90 Prozent gegeben.

Der Grundsatzbeschluss sei nun gefasst worden, jetzt werde der Magistrat das Konzept weiter ausbauen und verfeinern, sagte Frank Börner. Die Stadt dürfe sich auch auf diesem Gebiet betätigen, da es sich bei einer Tagespflege um eine Einrichtung des Gesundheits- und Sozialwesens handele. Und die wiederum diene der Eigenbedarfsdeckung der beteiligten Städte.

Jetzt muss noch das Niedensteiner Parlament entscheiden, dann könnte es schon bald konkret werden.

Quelle: HNA

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