Viel Beton für festen Halt

Die ersten Fundamente für Windpark am Rödeser Berg sind gegossen

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Das Fundament der Energieanlage 4: Die Öffnung hat einen Durchmesser von 11,50 Meter. Durch die Röhren am Rand des Sockelkopfs werden später Stahlseile geführt, die im Fundamentkeller befestigt werden und dem Turm Stabilität geben. Foto:  Norbert Müller

Nothfelden. Schweres Gerät und überall Arbeiter in Signalwesten: Es tut sich einiges auf den Freiflächen zwischen dem frühlingsgrünen Laubgehölzen auf dem Rödeser Berg, dort, wo voraussichtlich ab Herbst vier knapp 200 Meter hohe Windräder Strom produzieren werden.

An zwei der vier Standorte sitzen die Fundamente bereits im Boden. Jeweils 650 Kubikmeter Beton wurden dafür in die Schalung gegossen, erläutert Christina Holzhauer, als Prokuristin bei den Wolfhager Stadtwerken zuständig für den technischen Außendienst. Die sogenannten Flachgründungsfundamente für die beiden übrigen Anlagen folgen in Kürze, die Gruben sind bereits ausgehoben.

Schweres Gerät: Derzeit werden die Vorbereitungen zum Aufbau des Turmkrans getroffen. Anfang Juni soll er stehen.

Mit Tiefladern werden derzeit Gerätschaften herangekarrt, die zum Aufbau eines Krans benötigt werden. Mit diesem Lastenträger werden ab Anfang Juni die Betonelemente bewegt, aus denen die Windanlagen bis auf eine Höhe von rund 80 Metern bestehen. Komplettiert wird der Turm durch zwei Stahlsegmente. Zum Aufsetzen von Gondel und Rotorblättern wird dann ein weiterer, noch größerer Kran benötigt. Die Kräne werden nach getaner Arbeit an der jeweiligen Einsatzstelle abgebaut, zum nächsten der vier Standorte am Rödeser Berg gebracht und wieder zusammengesetzt.

„Die Arbeiten sind logistisch abgestimmt“, sagt Christina Holzhauer, und so wird eine Windkraftanlage nach der anderen ohne Zeitverlust errichtet.

Zaungäste, wie man sie an anderen Großbaustellen häufig antrifft, gebe es am Rödeser Berg kaum. Das Betreten der allerdings auch recht abgelegenen Baustellen ist für Unbefugte aus Sicherheitsgründen sowieso untersagt. Auf das Einhalten der Arbeitsschutzbestimmungen werde penibel geachtet.

Das Befahren der für schweren Lastwagen ausgebauten Straßen durch den Wald ist Neugierigen zudem verboten - ein Verbot durch Hessen-Forst, das im Wald aber üblich sei.

Die 27-Jährige von den Stadtwerken Wolfhagen vermutet, dass sich Interessierte wohl am Wochenende auf den Weg auf den Rödeser Berg machen, um sich den Stand der Arbeiten anzusehen.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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