Rohbau ist fertig

Erstes stationäres Hospiz Kellerwald in Gilserberg geht Februar in Betrieb

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Schauten sich das neue Gebäude an und überbrachten eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Hospizarbeit: (von links) Gerlinde Brandstetter, Dr. Petra Lenk und Renate Ramotzky vom Lions Club Schwalm-Eder-Borken mit Lothar Vestweber, Vorsitzender Förderverein Hospiz Kellerwald und Dr. Reinhard Trolp, Vorsitzender des Hospiz- und Trauernetzwerks Schwalm-Eder. 

Gilserberg. Das erste stationäre Hospiz im Schwalm-Eder-Kreis, das „Hospiz Kellerwald" im Gilserberger Hochland, steht kurz vor seiner Verwirklichung.

Der erste Planungsgedanke kam bereits 2009 auf. Wir erklären die Einrichtung in Fragen und Antworten.

Wie weit ist der Bau des Hospizes fortgeschritten?

Der Rohbau ist komplett fertig. Momentan wird das Gebäude von innen hergerichtet. Die Bauabnahme soll laut Lothar Vestweber, Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Kellerwald, bereits Mitte Dezember erfolgen. Die Arbeiten liegen laut Vestweber voll im Zeitplan.

Wann soll das Hospiz in Betrieb gehen?

Die Einrichtung soll Anfang Februar in Betrieb gehen. Momentan werden die Sterbebegleiter ausgebildet. Darüber hinaus soll eine Vielzahl an Mitarbeitern eingesetzt werden, darunter Pflegefachkräfte, Mitarbeiter aus dem psychosozialen Bereich sowie Hauswirtschafts- und Verwaltungskräfte. Bestandteil des Konzepts ist eine enge Zusammenarbeit mit Palliativ- und Hausärzten aus der Region.

Wie ist das Hospiz aufgebaut?

Blick ins Innere: Das Hospiz Kellerwald ist zum größten Teil fertig. Die Bauabnahme findet Mitte Dezember statt.

Entstanden ist ein fächerförmiges Gebäude mit Ausrichtung auf den Kellerwald am Ortsrand von Gilserberg. Elf Menschen können dort in ihrer letzten Lebensphase ein Zuhause finden. Zudem gibt es einen separaten Raum, in dem Angehörige Abschied nehmen können.

Für welche Menschen ist das Hospiz gedacht?

Das Hospiz ist in erster Linie eine Einrichtung für Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase aus dem Schwalm-Eder-Kreis, erklärte Dr. Reinhard Trolp, Vorsitzender des Trauer- und Hospiznetzwerks Schwalm-Eder. Dabei seien die Symptome entscheidend für eine Aufnahme in das Hospiz. Je nach Kapazität könnten aber auch Menschen aus anderen Landkreisen der Region aufgenommen werden.

Wie finanziert sich die Einrichtung?

In den Bau des Hospizes hat der Betreiber der Einrichtung, der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, 2,6 Millionen Euro investiert. Die Kosten für den laufenden Betrieb müssen zu einem Teil durch Spenden finanziert werden. Die Krankenkassen tragen nur 95 Prozent der Kosten eines stationären Hospizes.

Woher kommen die Spenden?

Um Spenden und Mitglieder kümmert sich der Förderverein Hospiz Kellerwald. Kurz vor der Bauabnahme hat jetzt der Lions Club Schwalm-Eder Borken 1000 Euro aus dem Erlös der Adventskalender-Aktion des Clubs für die Hospizarbeit gespendet.

Wie kann man Mitglied im Förderverein werden?

Mitglied werden kann jeder. Der Beitrag kostet vier Euro pro Monat. Kontakt: Vorsitzender Lothar Vestweber, Tel. 0 66 96 / 71 38; E-Mail: vestweber-lothar@aol.com.

Zudem wird es vor der Betriebnahme Mitte Januar einen Tag der offenen Tür geben, an dem auch über die Arbeit im Hospiz informiert wird.

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Quelle: HNA

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