Edermünder Haushalt weist Defizit von 200 000 Euro auf

Erstmals mit Minus

Edermünde. 200 000 Euro: So hoch ist das Defizit der Gemeinde Edermünde im kommenden Jahr. „Erstmals in der Geschichte der Gemeinde muss ich ihnen einen unausgeglichenen Haushalt vorlegen“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Färber in der Sitzung der Gemeindevertreter am Freitag in Grifte.

Eine Kreditaufnahme werde aber dennoch nicht nötig. Der Fehlbetrag wird aus der Rücklage ausgeglichen.

Das sei Geld, das eigentlich für Investitionen vorgesehen sei. „Das Geld fehlt uns jetzt“, sagt Färber. 700 000 Euro weniger Steuern nimmt die Gemeinde im Vergleich zu 2009 ein. Dies sei ein drastischer Rückgang, sagte Färber. Er kritisierte, dass trotz intensiver Widerstände der kommunalen Spitzenverbände das Land Hessen darauf bestehe, den Kommunalen Finanzausgleich um 360 Millionen Euro zu kürzen.

Trotz kostendeckender Gebühren für Wasser und Abwasser, trotz unterdurchschnittlicher Tilgungen für Kredite und nur einem minimalen Anstieg der Personalkosten, gelinge es nicht, den Haushalt auszugleichen. Im Entwurf sei daher eine Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes von 310 auf 330 Punkte vorgesehen. Dies bringe der Gemeinde etwa 50 000 Euro im kommenden Jahr. Die Grundsteuer solle nicht erhöht werden.

1,2 Millionen Euro sollen 2011 investiert werden. 800 000 Euro werden dafür der Rücklage (Sparbuch der Gemeinde) entnommen. Ein Überblick: • 550 000 Euro für Abwasser- und Wasserleitungen Besse, • 150 000 Euro für Sanierung des Schwimmbades, • 160 000 Euro für Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und 20 000 Euro für Gerätehaus in Holzhausen. (ddd)

Quelle: HNA

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