Erweiterung des Spielplatzes mit Wasserlandschaft im Kurpark Sand geplant

Wird erweitert: Mira Keilmann und Sohn Leif (von links) sowie Jette und ihre Mutter Anette Umbach an der Wasserspiellandschaft. Diese soll erweitert werden. Dafür suchen sie Unterstützer. Foto:  Renner

Bad Emstal. Rutsche, Schaukeln, Kletternetz, Holzhäuschen und ein Bereich für Wasserspiele: Seit gut zwei Jahren gibt es den Spielplatz im Kurpark in Sand, nun soll er erweitert werden. Damals packten die Gemeinde Bad Emstal und der Förderverein Familientreff in Emstal (FinE) das Projekt gemeinsam an, dieses Mal ist der Verein auf sich gestellt, da die Gemeinde finanziell klamm ist. Die Mitglieder hoffen auf Unterstützung aus dem Wolfhager Land.

Die Wasserlandschaft am Spiel- und Wanderrastplatz - der direkt am Habichtswaldsteig liegt - ist beliebt. Und dieser Bereich ist es nun auch, der ausgebaut werden soll. Das Quellwasser, das für die Wasserspielzeuge aus dem Boden kommt, wird dann auf eine längere Reise geschickt. „Bisher versickert es einfach im Boden“, sagt Mira Keilmann, Kassiererin im Förderverein. Künftig soll es umgeleitet werden und als kleiner Bach kreuz und quer über die Wiese fließen, angepasst an die Form des Kurparks. Auch zwei Brücken sollen sich übers Wasser spannen.

Treffpunkt für jedermann

Schließlich soll sich der Bach teilen. Ein Teil führt zu einem Sandkasten, in dem es auch eine Matsch-Ecke geben wird, der andere Teil führt zu der Birke, die am Wegesrand steht. Dort soll das Wasser über einen kleinen Wasserfall abgeführt werden.

Der Bach werde zwar aus Betonrinnen bestehen, aber „natürlich eingefasst werden“, sagt Anette Umbach, Vorsitzende des Fördervereins. Findlinge, Sandsteine und viel Grün werden dafür genutzt. Geplant hat die Erweiterung Markus Strüver von der Natur- und Abenteuerschule im Odenwald.

Doch nicht nur die Emstaler Kinder sollen sich künftig an dem Wasserweg erfreuen, der Platz soll noch weiter zu einem Treffpunkt für jedermann werden. Die Gemeinde Bad Emstal hat bereits grünes Licht gegeben, nun fehlen noch Unterstützer. Rund 20 000 Euro wird die Erweiterung kosten, etwa 8000 Euro kann FinE bereits vorweisen. Gespendet haben bereits die Bäckerei Oliev aus Bad Emstal und der Hotelbetreiber Stefan Frankfurth, die Raiffeisenbank Wolfhagen hat 500 Euro als Unterstützung zugesagt, berichtet Keilmann. Einen Teil steuert auch der Verein selbst bei.

Nun hoffen die Initaitoren auf Geld- und Sachspenden und auf freiwillige Helfer. „Wir brauchen Sand, Zement und Drainagerohre“, so Keilmann (siehe Hintergrund).

Verbaut werden sollen die Materialien in Eigenleistung und zwar an zwei Terminen: Freitag, 1., und Samstag, 2. Juli, sowie Freitag, 15., und Samstag, 16. Juli, jeweils ab 9 Uhr. „Jeder kann mitmachen und uns helfen“, sagt Mira Keilmann. Mitzubringen sind dafür Handschuhe, Schaufeln, Schubkarren und ähnliches. Für diese beiden Termine würden auch noch Bagger und Radlader gesucht.

Spenden: Das wirb benötigt

Für die Erweiterung des Platzes im Kurpark werden unter anderem folgende Materialien gebraucht:

• 14 Tonnen Betonkies

• vier Tonnen Zement

• vier mal 1,50 Meter große Robinien-Baumstämme

• vier Tonnen Sandstein für Mauern

• ein Schachtring

• zehn Wasserbausteine

• acht Tonnen Beton für den Wasserlauf, ca. 40 lfdm

• 25 Quadratmeter Vließ

• fünf bis sechs Meter Drainagerohr

Außerdem werden Baumstämme, Holz, Kies und Betonstahl gebraucht.

Wer das Projekt mit Geld unterstützen möchte, überweist es an den Förderverein FinE, Iban: DE12 5205 0353 0243 008 490.

Fragen rund ums Thema beantwortet Vorstandsmitglied Peggy Zeretzki, Tel. 0171 / 166 8541, Mail: zeretzki@arcor.de

Von Julia Renner

Quelle: HNA

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