Escheberg: Golfclub-Mitglieder verärgert wegen fristloser Kündigung

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Sauer wegen fristloser Kündigung der Betreibergesellschaft: hier von links die Escheberger Golfer Wilfried Leidreiter (Habichtswald), Harald Böhnelt (Kassel), Wilfried Siebert (Kassel) und Gunter Dietz (Kassel) beim Spiel auf der Anlage Gut Wissmannshof.

Escheberg. Die fristlose Kündigung der Betreibergesellschaft gegenüber dem Golfclub Escheberg (wir berichteten) sorgt weiter für Diskussionen. Nach unserer Berichterstattung meldeten sich einige Mitglieder des Clubs zu Wort, um ihren Unmut über die Situation zum Ausdruck zu bringen.

Die „Hermina-Gruppe“, (Herren-Mittwochsnachmittags-Gruppe), gespickt mit vielen Mitgliedern, die bereits seit der Gründung im Jahr 1996 den Golfschläger in Escheberg schwingen, spielte am gestrigen Tag bei herrlichem Sonnenschein eine Runde – nicht in Escheberg, sondern auf Gut Wissmannshof bei Staufenberg.

„Allein daran sieht man schon, dass vieles bei uns im Argen liegt“, sagt Dr. Wolfgang Ohlenmacher. Er spielt damit auf den schlechten Zustand der gesperrten Anlage in Escheberg an, was der reduzierten Zahl der Greenkeepern geschuldet sei.

Der 61-jährige Kasseler sagt weiter, dass er die „Aufgabe eines Betreibers auch so verstanden wissen will, dass er ein Dienstleister ist, der dafür auch Geld bekommt.“ Dieser Aufgabe sei der Betreiber in den vergangenen Jahren nicht

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nachgekommen. Er hoffe dennoch auf eine Lösung im Interesse aller Beteiligten.

Auch der Ehlener Michael Schmidt hofft darauf, diese Saison wieder in Escheberg spielen zu können, auch wenn „seitens der Betreiber viele Fehler gemacht worden sind.“ Unweit entfernt auf der Bahn 10 gibt es bei einer Vierer-Gruppe aus Escheberg nur ein Thema, nämlich die Kündigung.

Wilfried Leidreiter aus Habichtswald bewertet das Verhalten des Geschäftsführers des Betreibers, Heinz Schulz, als „unmöglich“. Sein Glaube, trotzdem auch diese Saison in Escheberg spielen zu können, hänge einzig und allein mit dem Club-Vorstand um Karl-Heinz Eskuche zusammen. Das Team versuche alles, um den Fortbestand des Golfs in Escheberg zu sichern.

Gunter Dietz aus Kassel appelliert an den „Verstand der Betreiber“. Er wolle zwar gerne weiterhin in Escheberg bleiben – aber „nicht unter allen Umständen.“ Er sei sich nicht sicher, ob die Betreiber sich mit der Aufforderung an die Mitglieder, die Beiträge direkt an die Betreibergesellschaft zu überweisen, juristisch auf „sicherem Boden“ bewegen.

Wilfried Siebert (68, Kassel) sagt: „Es gibt viele unter uns, die die Nase voll haben und darüber nachdenken, den Betreibern den Rücken zu kehren.“ Dies wäre angesichts der tollen Atmosphäre im Club unglaublich schade, sagt Siebert.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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