Eubacher legten 200 Meter Leitungen bis zur Aussegnungshalle selbst

Sorgen für Strom in der Friedhofshalle: von links Hubert Hirschle, Karl Schatz , Bernd Brassel und Henning Kühlborn. Foto: Nolte

Eubach. Jetzt gibt es in der Eubacher Friedhofshalle endlich Strom: Darum haben sich die Eubacher bei einem Arbeitseinsatz am Wochenende selbst gekümmert. Sie verlegten Leitungen und sorgten so für den Stromanschluss der Halle.

„2000 Euro hat die Dorfgemeinschaft Eubach dafür von der Sparkassen-Kulturstiftung bekommen“, sagt Ortsvorsteher Karl Schatz. Die Gemeinde hat weitere 2000 Euro daraufgelegt und die Geräte für die Arbeiten zur Verfügung gestellt.

„Bisher war die Situation sehr unbefriedigend“, sagt Schatz. Bei Beisetzungen sei der Strom mit Kabeltrommeln und Batterien in die Friedhofshalle gelegt worden.

„Außerhalb dieser Zeiten gab es keinen Strom und damit auch kein Licht“, sagt Schatz. Also packten die Eubacher an und verlegten die 200 Meter Leitung nun selbst. 20 000 Euro hätte es laut Schatz gekostet, wenn dies ein Stromanbieter übernommen hätte. Dank der Eigeninitiative der Eubacher und der Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung konnten so 16 000 Euro gespart werden. Auch wenn die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, sei der aufwändigste Teil geschafft. „Am anstrengendsten war es, den Straßenabschnitt zu durchsägen, durch den das Kabel verläuft“, sagt Bernd Prassel, der an den Arbeiten beteiligt war.

Straßenbelag wurde entfernt

Auf einer Länge von etwa vier Metern und einer Breite von 30 Zentimetern musste mit der Kreissäge der Straßenbelag eines Feldweges entfernt werden. Die restlichen Bauarbeiten übernahm ein Bagger, gesteuert von Karl Schatz, der selbst bei einem Guxhagener Bauunternehmen arbeitet.

Bis der Strom fließt, muss allerdings noch ein Zählerschrank vom Stromanbieter errichtet werden. Die Kosten dafür liegen bei 1 700 Euro, die vom Gemeindebeitrag finanziert werden. Dann müssten nur noch die Steckdosen und Anschlüsse in der Friedhofshalle installiert werden. Das werde aber an einem anderen Wochenende geschehen, sagt Schatz. Die Friedhofshalle wurde in den 1960ern erbaut. In den 80er Jahren fand eine Sanierung statt, ohne dass ein Stromanschluss eingerichtet wurde.

Jetzt dürfte es nicht mehr lange dauern, bis in der Eubacher Friedhofshalle Licht scheint. Ohne Kabeltrommeln.

Von Barbara Kamisli und Philip Nolte

Quelle: HNA

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