Freundschaft zwischen St. Germer und Niedenstein seit 37 Jahren

Sie leben den Gedanken der europäischen Einheit in Vielfalt: von links beim deutsch-französischen Abend in Wichdorf Marie-Noelle Escure, der Europaabgeordnete Michael Gahler, Valerie Levasseur, die Tochter der Bürgermeisters von Saint-Germer-de-Fly, und Martine Delaporte (2. von rechts), als Stellvertreterin des Bürgermeisters. Sie wurden von der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Andrea Fink-Beller (rechts) und Bürgermeister Werner Lange (im Hintergrund) willkommen geheißen. Foto: Eberlein

Niedenstein. „Es lebe Niedenstein, es lebe Saint-Germer-de-Fly, es lebe Europa“: Diese Worte hörte man am Wochenende in Niedenstein nicht nur einmal.

40 Gäste aus Frankreich waren drei Tage lang zum jährlichen Austausch der deutsch-französischen Städtepartnerschaft zu Gast.

Auf dem Programm, das die deutschen Gastgeber zusammengestellt hatten, stand unter anderem der Besuch der Landfleischerei Koch in Calden, wo es einen Wurstehimmel aus rund 35.000 Alten Würsten zu bestaunen gab - die „Ahle Worscht“ ist bei den Franzosen ein beliebtes Mitbringsel - und zwei Ausflüge nach Soest und Warburg.

Am Freitagabend trafen sich die französischen Gäste, die Gastfamilien aus Niedenstein und die Gastgeber der Stadt zu einem gemütlichen deutsch-französischen Abend im Bürgerhaus in Wichdorf.

Bürgermeister Werner Lange zum EU-parlamentarier Michael Gahler

Eingeladen war auch der Europaabgeordnete Michael Gahler, der bei der Europawahl erneut in seinem Amt bestätigt wurde. Neben Bürgermeister Werner Lange und der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Andrea Fink-Beller richtete auch Michael Gahler das Wort an die Gäste.

„Ihr Erfolg ist unser Erfolg“, sagte Bürgermeister Lange zu dem Europaabgeordneten, der in seiner Rede die Herausforderungen beschrieb, die es zukünftig für Europa zu bewältigen gebe. Das Ergebnis der EU-Wahl mit der Zunahme an Zustimmung für den linken und rechten Flügel sei als Ausdruck der Unzufriedenheit der Menschen in Europa zu verstehen. Daher gelte es die Herausforderungen, die immer noch die selben seien wie vor der Wahl, besser zu gestalten.

Für komplexe Probleme gebe es keine Lösung mit rechts oder links, so Gahler. Doch die großen Themen, die sowohl in Europa als auch global von Bedeutung seien, müssten gemeinsam angegangen werden.

Seit 37 Jahren

Einen kleinen Beitrag zu einem gemeinsamen Europa leiste Niedenstein mit seiner Partnerschaft zu Saint-Germer-de-Fly nun seit 37 Jahren, erklärte Andrea Fink-Beller, ein kleiner Baustein, der aber Teil des Hauses Europa sei.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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