Burgsitzschüler nehmen an Comenius-Projekt teil

Europa in der Schule

Sie waren in Spanien: von links Yannick Mohr, Farina Kümmel, Lea Wolf, Jannis Künzl und Nick Leimbach waren die ersten Schüler, die fürs neue Comenius-Projekt an der Burgsitzschule nach Spanien gereist sind. Sie gehen alle in die siebte Gymnasialklasse, eine bilinguale Klasse. Foto: Feser

Spangenberg. So viele Computer in einer Schule haben sie noch nicht gesehen. Farina, Lea, Yannik, Nick und Jannis kamen aus dem Staunen nicht heraus, als sie in der vergangenen Woche in Spanien waren. Die Burgsitzschüler waren Teilnehmer des Comenius-Projekts, an dem die Spangenberger Gesamtschule wieder teilnimmt.

In der spanischen Kleinstadt Sant Sardin d’Anais (40 Kilometer südwestlich von Barcelona) stehen auf jeder Schulbank zwei Laptops, mit Zahlenschloss gesichert, jede Klasse hatte Beamer und Whiteboards, die Hightech-Tafeln. „Bei uns gibt’s nur drei dieser Whiteboard-Tafeln an der ganzen Schule“, sagt Wilfried Brietzke, pädagogischer Leiter der Burgsitzschule, der das Projekt gemeinsam mit Annette Stein betreut. Weitere Partner sind Schulen aus England, Finnland, Ungarn, der Slowakei und eben Spanien.

Die Burgsitzschule nimmt zum fünften Mal am Comenius-Projekt teil, das jeweils zwei Jahre dauert. Neu ist diesmal, dass alle Schüler einer Klasse die Möglichkeit haben, in ein Land der teilnehmenden Schulen zu reisen. Diesmal ist es die Gymnasialklasse 7 b, eine bilinguale Klasse. In den vergangenen Jahren ging’s streng nach Leistung: Nur die fünf Jahrgangsbesten aller neunten Klassen durften in alle Teilnehmerländer reisen.

Diesmal durften alle Schüler der 7 b im Vorfeld Wünsche äußern: „Finnland war am beliebtesten“, sagt Annette Stein, „nach England wollten nicht so viele.“ Farina, Lea, Yannik, Nick und Jannis wünschten sich nach Spanien und hatten Glück: Sieben Tage lang lebten sie in spanischen Gastfamilien. Die Verständigung war kein Problem, denn die fünf haben keine Scheu, Englisch zu sprechen. Und sie lernten, dass sie sich verständigen können, auch wenn andere die Wörter anders aussprechen.

Oder gar kein Englisch sprechen wie die Gastfamilie von Yannick Mohrs: „Ich musste mich mit Händen und Füßen verständigen“, berichtet der zwölfjährige Spangenberger, „aber das hat gut geklappt.“ Komisch fanden die Burgsitzschüler, dass es in Spanien erst um 21 Uhr Abendessen gibt und die Kinder ihr Frühstück – belegte Baguettes – nicht in Brotdosen, sondern in Alufolie eingewickelt mit in die Schule nahmen.

Thema: Arbeiten in Europa

Das Comenius-Programm steht diesmal unter dem Motto „Arbeiten in Europa“. Dabei geht es unter anderem darum, die Zukunftsplanung in einem größeren europäischen Rahmen zu stellen. Ihre Ergebnisse des Spanien-Aufenthalts werden die fünf Spangenberger Schüler in der kommenden Woche ihren Klassenkameraden vorstellen. Das dient auch der Vorbereitung für die nächsten sechs Schüler, die im Februar 2013 zur Projektpartnerschule nach Finnland reisen.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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