Willingshausen ist Gastgeber der Euro Art

Europas Kunst zu Gast in der Schwalm

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Kern der Willingshäuser Kunst: Das Gerhardt-von Reutern-Haus

Schwalm-Eder. Willingshausen wird für ein Wochenende Europas Kulturhauptstadt: Ab dem 10. Oktober wird Europas älteste Malerkolonie Gastgeberin des internationalen Euro Art-Kongresses sein.

Euro Art - das ist die Vereinigung europäischer Künstlerkolonien. Erwartet werden nach Angaben von Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper 120 Vertreter und Bürgermeister aus 21 Nationen. In der Antreffgemeinde laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren. Neben einem bunten touristischen Programm, zum Beispiel durch die Museen der Region, wird ein zentraler Punkt die Jahreshauptversammlung der Euro Art sein. In verschieden Arbeitsgruppen werden die Teilnehmer der Euro Art sich zum einen mit ihrem kulturellem Erbe, aber auch mit zeitgenössischer Kunst befassen. Diskutiert werden soll auch über die kulturelle Vernetzung, zum Beispiel auf Ebene des Tourismus und der Städtpartnerschaften.

Aus Sicht der Vereinigung nimmt Willingshausen unter den Künstlerkolonien einen besonderen Rang ein: Das Schwälmer Dorf beherbergte nicht nur Europas älteste Malerkolonie. Mit der jährlichen Vergabe zweier Künstlerstipendien gelinge es zudem, eine besondere Brücke zwischen dem kulturellen Erbe und der zeitgenössischen Kunst zu schlagen, sagte Dr. Benno Risch, Generalsekretär der Euro Art in Brüssel.

Und genau diese Symbiose aus Tradition und Gegenwart wird der öffentliche Teil des Euro Art-Treffens belegen: Zum Abschluss des Kongresses am Sonntag, 13. Oktober, wird sich das Dorf Willingshausen in eine einzigartige Ausstellungsfläche verwandeln. Erwartet werden mehr als 100 Trachtenträger, ein Teil von ihnen werden Gemäldeszenerien aus den Anfangszeiten der Malerkolonie nachstellen, ehemalige Stipendiaten werden in die Willingshäuser Gegenwartskunst einführen.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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