Bewerberinnen für das Europaparlament stellten sich beim SPD-Unterbezirksparteitag vor

Europawahl rückt in den Blick

Bewerberinnen: Als Kandidatinnen für das Europaparlament stellten sich Martina Werner (rechts) und Dr. Ruth Beusing (2. von rechts) beim SPD-Unterbezirksparteitag vor. Mit dabei waren von links: Landtagsabgeordnete Regine Müller, Landrat Frank-Martin Neupärtl und Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke. Foto: Schmitt

Schwalm-Eder. Gut gerüstet will der SPD-Unterbezirk Schwalm-Eder in die Europawahlen gehen. Die stehen zwar erst Ende Mai kommenden Jahres an, doch beim Parteitag am Samstag in Großenenglis stellten sich die beiden Bewerberinnen, Martina Werner (Niestetal) und Dr. Ruth Beusing (Marburg), den Delegierten vor.

Deren Anzahl erfüllt offensichtlich nicht die Erwartungen des Sitzungsleiters, Michael Kreutzmann. Denn von 167 Delegierten waren gerade mal 101 gekommen. „Die Zahl der Delegierten ist steigerungsfähig“, kommentierte Kreutzmann.

In seiner Rede skizzierte Frank-Martin Neupärtl, Unterbezirksvorsitzender und Landrat in Personalunion, die Bedeutung Europas für den Schwalm-Eder-Kreis. Er sprach davon, dass 25 Millionen Euro aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds in den vergangenen fünf Jahren in den Landkreis geflossen seien. Und das habe Investitionen in Höhe von 90 Millionen Euro nach sich gezogen.

Eine klare Absage erteilte Neupärtl den Europa- und Euro-Skeptikern, einer zügellosen Finanzpolitik und einem vom Markt beherrschten Europa. Zugleich verband er damit eine Kritik am Krisenmanagement der Bundesregierung. Denn das träfe hauptsächlich die Schwachen wie Arbeitslose, Jugendliche ohne Ausbildungsstelle und Job sowie Rentner in den krisengeschüttelten Ländern. Großbanken und Finanzspekulanten würden wegen fehlender Kontrollmechanismen nur zögerlich zur Verantwortung gezogen. Sein Fazit: All das müsse sich ändern. Ausgebaut werden müssten die Rechte der Beschäftigten, die Mitbestimmung und europaweit geltende Mindestlöhne, um so zu einem anderen, einem gerechteren Europa zu kommen.

Neupärtl ging in seiner Rede auch kurz auf die beiden Kandidatinnen ein, die sich um die Nachfolge von Barbara Weiler bewerben. Wer von den beiden Bewerberinnen ins Rennen geht, entscheidet der Bezirksparteitag Nordhessen im Mai. Mit dabei sein werden 56 Delegierte aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die in Großenenglis gewählt wurden.

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Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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