Exotische Tiere werden im Altkreis Wolfhagen beliebter

Exotisch: Zahl artgeschützter Tiere in privater Haltung steigt

Kreis Kassel. Im Regierungsbezirk Kassel leben über 15.000 gemeldete Exemplare artgeschützter Tiere. Darunter sind auch 700 Tiere, die im Altkreis Wolfhagen privat gehalten werden. Dazu zählen viele geschütze Tierarten heimischer Herkunft, wie verschiedene Waldvogelarten.

Kreisweit leben circa 8000 Tiere bei 4100 privaten Haltern. 270 Züchter halten rund 6000 Tiere. Die übrigen verteilen sich auf Zoos und Tierparks. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der privaten Halter um 150, die der Tiere in privater Haltung um etwa 600.

„Konkrete Zahlen zur Entwicklung liegen für den Altkreis Wolfhagen nicht vor, da in den vergangenen Jahren die Statistik nicht auf Gemeindeebene heruntergebrochen wurde“, sagt Sabine Schnellbächer vom Dezernat für Artenschutz beim Regierungspräsidium Kassel. Grundsätzlich gelte für den Altkreis aber auch, dass sich die Anzahl gehaltener artgeschützter Exemplare erhöht habe.

Zahl der Zoos stagniert

Die Zahl der Gewerbebetriebe und Zoos hat sich seit dem Vorjahr nicht wesentlich verändert, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums. Sie liegt bei 166 beziehungsweise 19. Die beliebtesten Tiere bei den Haltern sind die Griechische Landschildkröte, der Grau-Papagei und das Jemen-Chamäleon. Reptilien nehmen in Privathaltungen von artgeschützten Tieren fast 60 Prozent ein. Bei Züchtern sehr beliebt sind verschiedene Arten von Waldvögeln. In den Zoos ist der Uhu die am häufigsten vorhandene Tierart, gefolgt von Wolf und Schnee-Eule.

Wer sich für die Haltung eines artgeschützten Tieres entscheidet, hat je nach Tierart einige Vorschriften zu beachten. Dazu zählen Nachweis-, Kennzeichnungs- und Meldepflicht. (lad)

Quelle: HNA

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