Streuobstwiese hinter Fritzlarer Bad wird schonend gemäht

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Muskelkraft: Die beiden Shire-Horse-Pferde Fraser (links) und Amy aus dem Stall von Götz Döring aus Zennern ziehen die Mähmaschine.

Fritzlar. Ein Lebensraum für Kleintiere sowie der Standort alter Obstbäume ist die Streuobstwiese am Mühlengraben hinter dem Fritzlarer Schwimmbad. Die Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Fritzlar kümmern sich seit Jahrzehnten um die Pflege des städtischen Areals.

Das natürliche Zuhause zahlreicher Tier- und Pflanzenarten soll dort erhalten werden, sagt Margitta Feiel vom BUND Fritzlar. Das gelte auch für alte Obstsorten wie die Birne mit dem klingenden Namen „Gräfin von Paris“ oder der Apfel „Geheimrat Oldenburg“. Zu den nötigen Arbeiten zählt auch das jährliche Mähen. Bisher hat das der Forst- und Umweltdienst Borken erledigt.

In diesem Jahr übernahm Götz Döring aus Zennern die Maht. Mit den beiden Shire-Horses Fraser und Amy, einer englischen Kaltblutrasse, und einem kleinen 20-PS-Motor rückte er an, um die Wiese auf der rund ein Hektar großen Fläche zwischen den Bäumen zu stutzen.

Eine für Umwelt und Tiere besonders schonende Methode sei die Arbeit mit dem Pferdegespann, sagt Döring, der mehrere Naturschutzflächen in ganz Deutschland auf diese Weise mäht. „Die Vorteile sind zahlreich. Der kleine Motor ist weitestgehend CO2-neutral, da er nur wenig Kraftstoff verbraucht und mit Pflanzenöl betrieben wird“, erklärt Döring. Außerdem sei das Doppelmessermähwerk wesentlich schonender als ein herkömmlicher Mulchmäher im Bezug auf Kleintiere und Amphibien, die sich auf der Wiese befinden. Zudem werde der Boden nicht, wie bei großen Maschinen, verdichtet. Das Pferdegespann erweist sich zwischen und unter den Bäumen als flexibles Werkzeug.

Nach gut zwei Stunden war die Arbeit getan und die Wiese ist salonfähig für die am 20. August anstehende 30-Jahrfeier des BUND Fritzlar. Hintergrund

Quelle: HNA

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