Experimente im Zelt: Junge Forscher beim B. Braun-Familientag

Melsungen. Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern, kann ganz einfach sein. Das zeigte der Familientag, der am Sonntag auf dem Werksgelände am Melsunger Buschberg stattfand und 2000 Besucher anlockte.

Der Tag ist der Auftakt zu den Kinder- und Jugendwochen, die in diesem Jahr unter dem Motto Forschung braucht Nachwuchs steht.

Mit spielerischen Experimenten näherten sich die jungen Besucher auch scheinbar komplizierten Themen. „Kinder müssen Naturwissenschaft erleben und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen“, erklärte Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf, Direktorin Unternehmenskommunikation und Wissensmanagement bei B.Braun, das Konzept der Veranstaltung. Statt theoretischen Vorträgen gebe es bei der Veranstaltung deshalb Aktionen, die alle Sinne ansprechen. In Forscherzelten konnten die Jungen und Mädchen deshalb Molekül-Skulpturen aus Lehm bauen, ihr eigenes Parfüm kreieren, Papier schöpfen oder Fruchtfliegen unter dem Mikroskop beobachten.

Bei den Besuchern kam das ungewöhnliche Lernprogramm gut an: „Das Experimentieren macht großen Spaß“, sagte die elfjährige Lisa-Marie Klement, die unter anderem ein spezielles Lernlabor für Mädchen und junge Frauen besuchte. Denn weiblichen Nachwuchs für so genannte MINT-Berufe - die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - ist ein besonderes Anliegen des Medizintechnikherstellers.

Im Außenbereich lud die B.Braun-Werkfeuerwehr zum Löschen ein, und am Stand des Schützenvereins Böddiger hatten Kinder und Erwachsene Gelegenheit zum Bogenschießen. Kugelbahnen, Kistenrutsche und Riesen-Bausteine waren beliebte Stationen.

Viel los war auch im B. Braun-Ausbildungszentrum. Denn dort hatten Besucher bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit, sich über verschiedene Lehrberufe zu informieren. Was macht eigentlich ein Industriemechaniker, und wie sieht die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststofftechnik aus? Ausbilder und Auszubildende standen Rede und Antwort.

„Die Resonanz war hervorragend, viele Jugendliche haben das Gespräch mit unseren Lehrlingen gesucht“, sagt Axel Becker, Leiter der technischen Ausbildung bei B.Braun. Unter den Besuchern war auch Max Reinhardt aus Hessisch Lichtenau. Der 14-Jährige wollte sich über Praktikumsmöglichkeiten und Ausbildungsberufe informieren: „Jetzt habe ich einen guten Überblick, entschieden habe ich mich allerdings noch nicht.“

Quelle: HNA

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