Wanderweg H8 des Habichtswaldsteigs führt durchs Tal der zwei Burgen

Auf Extratour rund um Naumburg

Grüne Wege, goldgelbe Felder: Unser Bild zeigt eine Wandergruppe, die vor wenigen Tagen die Extratour H8 des Habichtswaldsteigs zusammen meisterte. Foto: Stadt Naumburg

Naumburg. 15 Kilometer lang, eine Streckendauer von fünf Stunden und der höchste Punkt liegt auf 483 Metern. Das ist das Kurzprofil der Extratour H8 des Habichtswaldsteiges rund um Naumburg. Einer der möglichen Startpunkte ist der Wanderparkplatz Burghain in der Nähe Naumburgs.

„Extratouren sind Ergänzungen zum Leitweg des Habichtswaldsteigs. Sie führen meist zu Sehenswürdigkeiten“, erklärt Claudia Thöne von der Tourist-Information Naumburg.

Die Überschrift der Extratour H8 lautet im Tal der zwei Burgen. Ein passender Titel, denn die Weidelsburg und die Reste der gräflichen Naumburg bilden die Attraktionen der Tour.

Die Weidelsburg bei dem Wolfhager Stadtteil Ippinghausen stammt aus dem zwölften Jahrhundert und ist Nordhessens größe Burganlage. Damals war sie eine Festung und sollte zur Befestigung der dort verlaufenden Grenzen dienen. Im 16. Jahrhundert änderten sich die Grenzen. Die Weidelsburg verlor ihre wichtige Bedeutung, wurde verlassen und zerfiel. Heute führen mehrere Wander- und Ausflugswege zu ihrer Ruine.

Auch die Naumburg stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Sie fiel gute 400 Jahre später Machtkämpfen des Adels zum Opfer. Heute sind nur noch wenige Mauerreste von ihr zu erkennen.

Auch wenn die Burg Geschichte ist, die Stadt Naumburg gibt es immer noch. Durch sie führt die Extratour des Habichtswaldsteiges auch hindurch. Dort gibt es zum Beispiel das Eisenbahnmuseum zu bestaunen. Auch der Naturerlebnisraum im Haus des Gastes in Naumburg ist zu empfehlen. In seiner Nähe befindet sich die Hummelwerkstatt, in der Hummelvölker beobachtet werden können.

Otto Hartmann aus Naumburg ist ehrenamtlicher Wanderführer und Wegparte des Habichtswaldsteigs. „Die Extratour H8 ist durchaus anspruchsvoll, allerdings geht es viel über Feld- und Waldwege, auf denen es sich gut laufen lässt“, sagt Hartmann.

Von Juri Auel

Quelle: HNA

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