Pia Magdeburg aus Burghasungen machte Fachabitur mit 16 Jahren

+
Pia Magdeburg mit Familienhund Baku: Der West Highland White Terrier führte die Fachabiturientin zu ihrem Traumberuf.

Zierenberg. Mit 16 Jahren ist Pia Magdeburg aus Burghasungen die jüngste Fachabiturientin seit der Gründung der Paul-Julius-von-Reuter-Schule Kassel im Jahr 1961.

Zwei Dinge trugen zu dem frühen Schulabschluss bei: Die Einschulung mit fünf Jahren und Familienhund Baku. „Ich war seit der Grundschule immer die Jüngste in der Klasse“, sagt die Schulabgängerin. Nachteile oder Probleme habe sie dadurch nie gehabt. Selbst dann nicht, als die Klassenkameraden in der Oberstufe an der Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel bis zu zwölf Jahre älter waren oder gerade ein Baby bekamen. „Klar hat dann mal jemand mal gesagt, hey, du bist ja kaum älter als meine kleine Schwester“, aber das sei die Ausnahme gewesen. Immerhin war sie in der Oberstufe Klassensprecherin.

Daneben spielte Familienhund Baku eine entscheidende Rolle dafür, dass Pia ihren Traumberuf früh erkannte und ihre Schulzeit verkürzte. Als die Familie den West Highland White Terrier bekam, ging es direkt in die Hundeschule.

Polizistin als Traumberuf

Auch Pia war als Vierjährige mit dabei. Sie war total begeistert, wie die Trainerin mit den Hunden umgegangen ist, sagt Pia. „Und sie war Polizistin“, sagt die 16-Jährige. Das Interesse war geweckt. Später folgte ein dreiwöchiges Schulpraktikum bei der Polizei. „Wir haben sie dorthin geschickt und gehofft, es hat sich erledigt“, sagt ihre Mutter Regina Magdeburg.

Doch das Gegenteil war der Fall: „Da wusste ich, was ich machen will.“ Gleichzeitig war klar, dass ein Fachabitur für den Beruf reicht. Durch ihre Zeit in einer G-8-Klasse in der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen konnte sie beim Schulwechsel nach Kassel von der 9. direkt in die 11. Klasse wechseln und sparte somit ein weiteres Jahr.

Doch was reizt sie an der Polizeiarbeit? „Ich möchte mit Menschen arbeiten, draußen sein und nicht nur im Büro sitzen“, sagt sie. Andere Jobs oder Studienfächer seien deshalb für sie nicht in Frage gekommen.

Mutter skeptisch

Ihre Mutter war anfangs ein wenig skeptisch: „Ich bin eben Mutter und habe Angst, dass ihr etwas passiert“, sagt sie.

Inzwischen hat sie sich mit dem Gedanken aber angefreundet. Auch, wenn es in dem Beruf mal brenzlig werden könnte. „Da mache ich mir mittlerweile weniger Sorgen: Denn Pia konnte sich schon immer gut durchsetzen“, sagt Regina Magdeburg.

Von Max Holscher

Quelle: HNA

Kommentare