In Altenheimen und bei Pflegediensten sind Stellen unbesetzt

Fachkräfte für Pflege händeringend gesucht

Wolfhager Land. Im Altenpflegebereich verschärft sich der Fachkräftemangel. Die Leiter von Seniorenheimen und mobilen Pfegediensten im Wolfhager Land suchen händeringend nach qualifiziertem Personal.

Noch im Oktober des Vorjahres waren vier Stellen vakant, im Oktober dieses Jahres sind es nach Auskunft der Agentur für Arbeit bereits 14 offene Stellen in der Altenpflege. Und das wird in Zukunft nicht besser.

Laut Agentursprecherin Silke Sennhenn werde sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschlechtern, da geburtenstärkere Jahrgänge in die Altenheime drängten, und gleichzeitig durch den demografischen Wandel Nachwuchs fehle.

Während arbeitslose examinierte Altenpfleger in der Statistik eher selten auftauchen, gibt es durchaus arbeitslose Altenpflegehelfer im Altkreis. Diese dürfen nur bestimmte pflegerische Tätigkeiten erledigen und sind deshalb für Arbeitgeber weniger interessant. Hier versuchen Arbeitsamt und Altenheime selbst die Personengruppe durch Qualifizierungsmaßnahmen fit für höhere Aufgaben zu machen.

Axel Dietrich, Chef der Wolfhager Seniorenresidenz Phönix, hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Er habe schon mehrere Arbeitssuchende eingestellt, die als rohe Diamanten gekommen seien und sich durch interene und externe Weiterbildungsmaßnahmen zu kompetenten und fähigen Mitarbeitern entwickelt hätten. Die Pflege sei ein zukunftssicherer Beruf mit guten Aufstiegschancen.

Besonders Männer mit guten Leistungen hätten in der Frauendomäne eine große Auswahl an Jobangeboten, sagt Dietrich. Von 282 Personen, die im Wolfhager Land in der Altenpflege arbeiten, sind nur 40 männlich. Um den Pflegenotstand abzumildern, hofft man bei der Agentur auch auf die sogenannte „stille Reserve“. Frauen nach der Familienphase, die nun Zeit haben, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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