Der RO-80 Club macht seinen Frühjahrsausflug – 40 Autos halten in Züschen und Fritzlar

Fahren wie in Abrahams Schoß

Schmuckstück vor dem Schloss: Der R0- 80Club International macht seinen Frühjahrsausflug. Dieser RO-80 gehört Georg Burkert und steht vor der Garvensburg bei Züschen. Foto: privat

Fritzlar. Sie haben sich schon auf ihren großen Auftritt vorbereitet, sind frisch gewienert und poliert. Mit diesem glänzenden Lack rollen die RO-80 dieses Jahr durch Fritzlar und am Edersee vorbei und können so auf ihrer Rundfahrt bewundert werden.

Der RO-80 Club International trifft sich vom 1. bis 4. Mai in Emstal, eine Station ist am Freitag, 2. Mai, die Garvensburg, eine andere am Sonntag, 4. Mai, Fritzlar. „Wir erhoffen uns von den vier Tagen, dass wir wieder auf das Auto mit seinen Besonderheiten aufmerksam machen“, sagt Clubmitglied Georg Burkert. Der Verein hat 650 Mitglieder, die auch aus Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden kommen.

Auto mit Wankelmotor

Die Besonderheit des RO-80 ist der Rotationsmotor, dafür steht die Abkürzung RO, die 80 steht für 80 PS. „Das Auto besitzt einen Kreiskolben- oder auch Wankelmotor. Dieser dreht im Kreis, nicht vertikal wie jeder andere Motor“, erklärt Burkert. Dadurch fahre das Auto, ohne zu vibrieren, man fühle sich wie in Abrahams Schoß, so Burkert.

Für den Ausflug, der mit einem Vortrag über die Gebrüder Grimm beginnt, haben sich 80 Personen mit 40 Autos angemeldet. Sogar Autofreunde aus Österreich kommen. Sie hätten eine Anfahrt von 1000 Kilometern, was aber nicht schlimm sei, der RO-80 sei für Langstrecken ausgelegt, wie Burkert betont. Am Freitag folgt die Besichtigung des VW-Werkes in Baunatal, bevor es gegen 12.30 Uhr zum Märchenschloss Garvensburg geht.

Der Samstag stellt etwas besonderes dar: „Wir haben ein Mitglied, das den RO-80 fährt, der vor ein paar Jahren im Film Tatort als Filmauto genutzt wurde“, sagt Burkert. Deshalb wird das Strandhaus Nr. 12 am Edersee besucht, das im Tatort Filmset war.

Die Autokolonne wird dann die Sperrmauer des Edersees überqueren.

Den Abschluss des Ausfluges bildet am Sonntag, ab 10.30 Uhr, die Besichtigung der Stadt Fritzlar. „Es gibt meines Wissens nach noch etwa 1700 gemeldete RO-80er in Deutschland“, sagt das Clubmitglied.

Der Verein habe so viele Mitglieder, weil keine Ersatzteile des im Jahr 1967 erstmals vorgestellten RO-80 mehr hergestellt werden.

Der RO-80 wurde von der Firma NSU hergestellt und später von Audi übernommen. Im Jahr 1977 wurde die Produktion des Autos eingestellt.

In den Verein eintreten kann jeder, der einem Wankelmotor in seinem Auto hat, also auch Besitzer eines Mazda RX-8.

Weitere Informationen: www.ro80club.de.

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

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