Fahrverbot sorgt für Ärger

Schwarzenberger Ortsvorsteher kritisiert Sperrung wegen Krötenwanderung

Gesperrt: Wegen Krötenwanderungen müssen die Schwarzenberger Umwege fahren, kritisiert Timo Riedemann. Foto: privat

Schwarzenberg. Die gesperrte Kreisstraße K142 in Schwarzenberg sorgt für Ärger: Sie darf ab dem Abend nicht befahren werden, weil dort Kröten wandern. Ortsvorsteher Timo Riedemann bezeichnet die Sperrung als überflüssig, sie zwinge die Schwarzenberger zu enormen Umwegen.

Das Problem: Zwar wurden unter der Straße extra Tunneldurchlässe für die Kröten gebaut, diese seien jedoch viel zu klein und würden daher nicht genutzt, heißt es in einer Mitteilung des Ortsbeirats.

Die Krötenwanderung finde nun hauptsächlich in Schwarzenberg statt. Auf der Straße zwischen Schwarzenberg und den Tunneleinlässen, suchten wenige Kröten den Überweg über die Straße. „Nun müssen aber mal wieder die Bürger aus Schwarzenberg darunter leiden und jeden Tag mindestens 15 Kilometer mehr in Kauf nehmen, wenn sie nach Kassel an die Arbeit müssen“, sagt Riedemann. Zudem sei die Straße schon vor über drei Wochen gesperrt worden, als noch nicht einmal eine Kröte unterwegs war, dies sei eine Fehlplanung gewesen.

Ortsvorsteher Riedemann kritisiert auch, dass man die Straße sperrt, obwohl sich der Ortsbeirat gegen eine Sperrung ausgesprochen habe. Er bitte den Magistrat der Stadt Melsungen, die Sperrung sofort aufzuheben.

Offiziell gilt das Fahrverbot noch bis zum 31. März. Der Magistrat werde sich aber mit der Bitte befassen, heißt es bei der Stadtverwaltung. Ursache für die Sperrung sei ein Antrag des Naturschutzbundes (Nabu) gewesen. Dieser habe nicht sicherstellen können, dass die Tiere sicher über die Straße gebracht werden. Zudem sei nicht genau abzusehen, wann die Kröten wandern. (gör)

Quelle: HNA

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