Unternehmertag in Homberg: Meinungsforscher riet zu Sozial-Charta für Landkreis

Trafen sich zum Unternehmertag: Wirtschaftsvertreter aus dem Schwalm-Eder-Kreis am Dienstag in der Homberger Stadthalle. Fotos: hro

Schwalm-Eder. Mit provokanten Thesen schreckte Klaus-Peter Schöppner am Dienstag Firmenchefs aus dem Schwalm-Eder-Kreis auf. „Die Menschen haben das Gefühl, dass sich die Wirtschaft auf Kosten der Beschäftigten ungebührend bereichert“, sagte der Meinungsforscher.

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Der Geschäftsführer von „tns emnid“ referierte beim Unternehmertag des Zentrums der Wirtschaft (ZWS) in Homberg. Das schlechte Image der Multis strahle auf alle Unternehmen aus, obwohl der Mittelstand bei detaillierteren Befragungen als redlich und am Gemeinwohl orientiert angesehen werde.

Wirtschaftlicher Erfolg hänge zunehmend davon ab, ob es einem Unternehmen gelinge, Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Kunden und Mitarbeitern zu schaffen. „Schließen Sie sich zusammen und verfassen sie eine Sozial-Charta für den Schwalm-Eder-Kreis“, riet der Referent. Das Wort Fairness sollte in diesem Verhaltenscodex definiert werden und die zentrale Rolle spielen.

Wie es um das Image der Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis bestellt ist und vor welchen Herausforderungen sie in anderen Bereichen stehen, wurde bei einer Podiumsdiskussion erörtert, die HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden moderierte.

Seine Gesprächspartner waren Klaus Kühnast (Geschäftsführung Edeka-Handelsgesellschaft Hessenring), Kreishandwerksmeister Frank Dittmar, Alexander Hassenpflug (Vereinigung der Wirtschaft) sowie Klaus-Peter Schöppner.

Die Nachricht vom Weiterbau der A 49 griffen Landrat Frank-Martin Neupärtl und Karl-Otto Winter (IHK-Regionalausschuss Schwalm-Eder) in der Begrüßung auf. Winter: „Wir brauchen die A 49 jetzt und nicht erst im nächsten Jahrhundert.“ „Das ist ein guter Tag für die Region“, sagte Neupärtl.

Quelle: HNA

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