Polizei: So schützen Sie sich gegen Betrüger

Falsche Staatsanwältin ergaunerte 5000 Euro von 73-jähriger Borkenerin

Borken. Eine 73-jährige Borkenerin ist um 5000 Euro betrogen worden. Ihr wurde von einer Unbekannten ein Strafverfahren angedroht, aus welchem sie sich „freikaufen" sollte.

Wie die Polizei mitteilt, erhielt sie bereits am 8. August, einen Anruf von einer Frau, die sich als Staatsanwältin vorstellte. Die Frau sagte, dass an diesem Tag in Frankfurt eine Verhandlung gegen die Seniorin und ihren Mann eröffnet worden sei. Sie schlug der 73-Jährigen vor, dass sie die „Sache“ mit einer Zahlung von 2990 Euro aus der Welt schaffen könnte.

Die Betrügerin gab eine Rückrufnummer in Frankfurt sowie die Kontodaten für die Überweisung an. Die Seniorin überwies noch am selben Tag das Geld. Drei Tage später meldete sich die angebliche Staatsanwältin erneut und forderte weitere 2350 Euro. Auch diesen Betrag hat die Borkenerin gezahlt. Anfang dieser Woche erhielt die Rentnerin einen weiteren Anruf. Die „Staatsanwältin“ forderte 3500 Euro für die entstandenen Auslagen.

Da sich die Betrügerin – anders als bei den ersten Anrufen – mit einem Doppelnamen meldete, wurde die Seniorin stutzig. Sie ging zur Bank und stellte fest, dass sie einer Betrugsmasche aufgesessen war. Am Mittwoch meldete sich die „Staatsanwältin“ erneut und verlangte wieder die 3500 Euro. Auf Anraten ihrer Bank erstatte die Borkenerin Anzeige bei der Polizei. Ein Betrugsverfahren wurde eingeleitet.

Tipps der Polizei: 

• Misstrauisch sein, wenn jemand am Telefon Gewinne verspricht oder unter Druck setzten will.

• Einfach den Telefonhörer auflegen, sobald der Anrufer Geld einfordert.

• Vergewissern, ob der Anrufer wirklich die Person ist, die sie vorgibt zu sein.

• Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.

• Niemals Geld an Unbekannte überweisen.

• Verdächtige Anrufe der Polizei melden.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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