Monika Diederich erhielt die höchste hessische Auszeichnung

Familie als Kraftquelle

Höchste Auszeichnung: Regierungspräsident Dr. Walter Lübckezeichnete Monika Diederich mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Fotos: Büchling

Fritzlar. So wie sie ihre Arbeit ausübt, im Verborgenen, so wählte Monika Diederich aus Fritzlar den Ort für ihre Auszeichnung, nämlich im Kreise ihrer „Großfamilie“.

Drei Geschwister, vier Kinder und zwei Enkelkinder plus Familienangehörige trafen sich zur Ehrung bei Monika Diederich. Wenn ihr Ehemann noch gelebt hätte, wäre es sogar der Tag ihrer Goldenen Hochzeit gewesen. Zur Überraschung aller kam der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, um Monika Diederich die höchste hessische Auszeichnung, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, zu überreichen.

„Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat“, sagte der Regierungspräsident. Es sei ein Zeichen von Demokratie, dass nicht nur Prominente, Stars, Wirtschaftskapitäne und Politgrößen mit einem Orden geehrt werden, sondern auch die „kleinen Leute“, für ihre Verdienste eine Anerkennung erfahren. „Sie tun seit Jahren Gutes und ermöglichen Schwerstkranken nicht nur ein Sterben in Würde, sondern ein würdiges Leben bis zuletzt“ sagte der Lübcke.

Seit vielen Jahren ist Diederich in der Hospizarbeit engagiert, ist Mitbegründerin des Hospizdienstes, arbeitete im Vorstand und im Verein für Palliativmedizin. „Sie haben durch ihr Wirken gezeigt, dass unsere Gesellschaft nicht so kalt oder egoistisch ist, wie ihr manchmal nachgesagt wird. Sie zeigen, dass Werte Bestand haben und viele Menschen sich von ihrem Bürgersinn leiten lassen“, sagte Lübcke.

Monika Diederich bedankte sich für die Auszeichnung, die im Rahmen der Familie stattfand. „Eine funktionierende Familie ist immer Wurzel und Kraftquelle für mich gewesen“, sagte Diederich. Deshalb sei der private Rahmen auch der einzige Ort, in dem sie die Ehrung richtig genießen könne.

Seit 1996 kümmert sie sich um Schwerstkranke, Sterbende, deren Angehörige und Trauernde. Auf ihre Initiative wurde 2003 der Hospizdienst Fritzlar gegründet. 2008 gab sie den Vereinsvorsitz ab, engagiert sich aber bis heute in der Hospizarbeit. (zpb)

Quelle: HNA

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