Familienstiftung erhielt 5000 Euro für Familiendorf Röhrenfurth

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Schild als Zeichen für eine gute Idee: von links Ulrike Reichart von der Initiative Bürgerstiftungen, Claudia Meisterfeld von der Wolfgang-Fleischert-Schule, Karin Plötz-Hesse, Kinder- und Familienbeauftragte der Stadt Melsungen und Dr. Roland Löffler von der Herbert-Quandt-Stiftung.

Röhrenfurth. 5000 Euro sind ein schönes Startgeld für die Röhrenfurther, die ihren Ort zum Familiendorf machen wollen. Das Geld hat die Stiftung Kinder- und familienfreundliches Melsungen erhalten, die das Röhrenfurther Projekt bei einem Wettbewerb angemeldet hatte.

Der wurde von der Initiative Bürgerstiftungen und der Herbert-Quandt-Stiftung ausgeschrieben. Das Thema lautete „Brücken bauen zwischen den Generationen“. Und das haben die Röhrenfurther vor.

An Ideen mangelt es den Initiatoren nicht. Einige Projekte laufen, bei anderen fehlt es noch an der Ausstattung. So soll der wöchentliche Spielenachmittag im Dorfgemeinschaftshaus, zu dem sich bislang Erwachsene treffen, für Kinder geöffnet werden. Dafür werden Brettspiele benötigt, die auch schon für die Jüngeren geeignet sind.

Das gemeinsame Backen findet mal in der Schule, mal im Kindergarten statt, erklärt Claudia Meisterfeld, Lehrerin und Mitglied im Verein Familiendorf Röhrenfurth.

Für den Computerkurs für Alt und Jung werden noch die Lizenzen benötigt – was mit Kosten verbunden ist. Beim Kurs sollen vorrangig Jugendliche Senioren den Umgang mit dem Computer erläutern. Handarbeiten mit der „silbernen Generation“ gehören ebenfalls zu den Angeboten des Familiendorfes. Nähmaschinen werden dringend benötigt für den Nähkurs, ein Angebot, von dem ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen profitieren. Der Kurs solle als nächstes starten, sagt Meisterfeld. Unklar ist noch, ob er in der Schule oder im Evangelischen Gemeindesaal stattfinden wird.

Alt und Jung finden auch zueinander, wenn es darum geht, sich gegenseitig etwas vorzulesen. Das kann bei Hausbesuchen geschehen und bei einem Treffen in der Schule.

Wie sah es früher in Röhrenfurth aus, woran erinnern sich die Älteren. Und wie sehen Kinder ihr Dorf. Das alles soll aufgeschrieben werden und in einem Buch „Meine Geschichte – Deine Geschichte“ festgehalten werden.

Für die Theatergruppe der Schule, die zum Beispiel bei Festen auftritt, wäre ein Mikrofon nötig. Der Theatergruppe fehlt es derzeit schlichtweg an der nötigen technischen Ausstattung.

Und zu guter Letzt: Für einige der Projekte und für die Grundschule wäre eine Filmkamera, eventuell auch ein Schnittprogramm eine gute Ergänzung. Dann könnten die Filme gezeigt und sogar ins Internet gestellt werden.

Nach einem Ideenaustrausch der Melsunger in Baden-Baden, an dem Claudia Meisterfeld, die Kinder- und Familienbeauftragte Karin Plötz-Hesse und andere Gewinner des Wettbewerbs teilnahmen, gibt es ein Treffen am 23. April in Röhrenfurth.

Daran nehmen teil: Ulrike Reichart von der Initiative Bürgerstiftungen, Karin Plötz-Hesse, Ilona Braun (stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen), ein Mitglied des Kindervereins und des Familiendorfes, sagt die Vorsitzende des Vereins, Karin Plehnert-Helmke. (bmn)

Quelle: HNA

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