Familienzentrum und Elternschule bieten begleiteten Start ins Leben

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Beraten und informieren: Heike Hoch vom Vorstand des Vereins (links) sowie die Leiterin des Familienzentrums und der Elternschule in Ziegenhain Gudrun Mertens.

Ziegenhain. Im Januar öffneten das Familienzentrum und die Elternschule des gleichnamigen Homberger Vereins ihre Türen im Ziegenhainer Steinweg. Im rechten Flügel der früheren Landwirtschaftsschule dreht sich seitdem alles um Eltern und Kinder.

Leiterin Gudrun Mertens und Heike Hoch vom Vorstand stellten jetzt das Konzept und die Pläne für das zweite Halbjahr vor. Nach Felsberg ist Ziegenhain die zweite Zweigstelle des Familienzentrums.

Unter dem Dach des Zentrums firmieren sich Beratungs-, Bewegungs- und Informationsangebote: Mit Kooperationspartnern wie der AWO-Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familienplanung und Sexualität sind Sprechzeiten eingerichtet, ebenso mit der Pädagogischen Frühförderstelle. „An die können sich Eltern wenden, deren Kinder etwa entwicklungsverzögert sind“, erläutert Hoch.

Dass der Bedarf an Anleitung und Beratung da ist, davon ist die Erzieherin und Kita-Koordinatorin überzeugt: „Das, was früher von Generation zu Generation weiter gegeben wurde, wissen junge Mütter heute nicht.“

Viele Mütter seien alleinerziehend oder lebten in Scheidung. „Wir möchten Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Kind und die Familie sein“, erläutert Mertens. Die Angebote seien zwar kostenpflichtig. „Wer sich einen Kurs aus finanziellen Gründen nicht leisten kann, für den finden wir eine Lösung“, sagt die Leiterin. Erfreulich sei, dass auch die Hebammen Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse anböten. Mit dem Job-Café der Starthilfe seien Alleinerziehende angesprochen.

Mehr im zweiten Halbjahr

Mehr offene Angebote wie etwa ein Elterncafé, ein Vorlese-Nachmittag oder ein Treffen zum Singen soll es im zweiten Halbjahr geben. Leiterin Gudrun Mertens sagt: „Wir wären gern schon weiter, aber ich bin länger krank, hoffe aber, bald wieder arbeiten zu können.“ Finanziell unterstützt wird der Verein vom Kreis und der Stadt. Die Räume können mietfrei genutzt werden. Im Obergeschoss sind Büros des Kreises untergebracht: Hier finden Schuleingangsuntersuchungen sowie Beratungen für ältere Menschen statt.

Im Erdgeschoss stehen den Gästen helle und modernisierte Schulungs- und Bewegungsräume zur Verfügung. „Noch fehlt es an ein wenig Einrichtung“, erklärt Mertens. Denn der Verein habe sich mit der Renovierung ziemlich verausgaben müssen. Ideen, um Räume und Garten sinnvoll zu nutzen, gibt es viele: Thematische Elternabende, Wochenend-Angebote für Kinder und Väter, Babysitter-Kurse.

„Wir wollen Eltern Dinge vermitteln, die sie im Zusammensein mit ihren Kindern gebrauchen können“, erklärt Mertens. An den Verein wenden könne man sich auch bei Fragen zum Notmütter-Einsatz: „Wir sind nicht der Notarzt, aber wir haben das Bestreben, den Leuten optimal zu helfen.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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