In Bad Zwesten wurde nach sieben Monaten die B 485 für den Verkehr freigegeben

Rot ist die Farbe der Vorsicht

Jetzt werden die Schilder beiseite geräumt: Behindertenbeauftragte Sigrun Gölling, Bürgermeister Michael Köhler, Dipl.-Ing. Dünnschede, Dipl.-Ing. Bodo Tempich, Büroleiter Günther Heer, Bauamtsleiter Rudolf Priester sowie Dipl.-Ing. Büchsenschütz bei der Freigabe der B 485. Foto: Privat

Bad Zwesten. Über ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der Verkehr in Bad Zwesten wieder rollen konnte. Jetzt wurde der letzte Teilabschnitt der B 485 (Wildunger Straße/Haselhecke) freigegeben.

Die Arbeiten hätten deshalb so lange gedauert, weil die Straße völlig kaputt gewesen sei, sagt Bürgermeister Michael Köhler. Sie wurde auf einer Länge von 300 Metern neu ausgekoffert, mit einem neuen Unterbau und auch mit einem neuen Kanal und Wasserleitungen versehen. Das alles war nicht billig: Die Arbeiten für den Bereich Wasser kosteten 220 000 Euro und fürs Abwasser 400 000 Euro. Das Land Hessen schoss 260 000 Euro dazu. Außerdem fielen für die Gehwege 100 000 Euro an, von denen das Land 75 000 Euro übernahm.

Der Bund trägt als Straßenbaulastträger die Kosten fürs Herstellen der Fahrbahn. Dabei wurde auch aufs gute Aussehen geachtet, die maroden Bürgersteige wurden durch Pflaster ersetzt. Das werte nicht nur das Ortsbild auf, sondern sorge auch dafür, dass man bei späteren Arbeit nicht den ganzen Asphalt aufreißen muss, sagte Bürgermeister Michael Köhler. Im Vorfeld der Arbeiten hatte sich die Gemeinde wegen des Gehwegeausbaus mit der Behindertenbeauftragte Sigrun Gölling zusammengesetzt. Jetzt sei der schwierige Kreuzungsbereich zwischen Wildunger Straße und Haselhecke mit abgesenkten Bordsteinen versehen und barrierefrei umgebaut worden. Damit sei der Kurort dem Ziel der Barrierefreiheit wieder ein gutes Stück näher gekommen, sagte Sigrun Gölling.

Autofahrer erkennen übrigens recht schnell, dass die Verkehrssituation an dieser Stelle nicht ganz einfach ist: Ein roter Asphaltbelag signalisiert deutlich, dass an dieser Kreuzung – die Straße ist nicht breit, die Zahl der Kurven dafür hoch – erhöhte Aufmerksamkeit gefordert wird.

Gegenüber der Tankstelle wurde ebenfalls ein neuer Bord eingebaut. Die dortige Grünfläche hätten viele Lasterfahrer als Ausweichmöglichkeit genutzt, sagt der Bürgermeister. Das sei künftig nicht mehr möglich, sagt der Bürgermeister.

Durch die Vollsperrung hätten die Anlieger und die Gewerbetreibenden am Ort sehr gelitten. Doch rechtfertige das Ergebnis den Aufwand. Die Gemeinde sei mit der Qualität der Arbeit zufrieden. (bra)

Quelle: HNA

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