Zu Besuch: Fans wollten Filmstar Matthias Schweighöfer sehen

Matthias Schweighöfer ist verliebt. Sie heißt Greta, ist vier Jahre alt – und seine Tochter. Bei seinem Auftritt in Fritzlar spielte der Filmstar den Zuschauern in zwei von drei Kinosälen Tonaufnahmen seiner Tochter auf dem Handy vor.

Verliebt hat sich der 31-Jährige aber offenbar auch in die Region, jedenfalls versprach er, er werde wieder in Nordhessen drehen und lobte mehrfach, vielleicht auch ein wenig pflichtschuldig, den „schönen Fleck“, den er hier vorgefunden habe. „Es sieht hier aus wie im Auenland“, sagte er und bekam dafür Beifall. Etwas schwerer tat er sich hingegen mit der Geographie, als ihn Kinobesucher darauf

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hinweisen wollten, dass Waldeck nun doch nicht so ganz Hessen, sondern eben ein Fürstentum sei. Schweighöfer versuchte einen Vergleich, in dem die Waldecker die Gallier und die Hessen die Römer seien.

Schützenhilfe bekam er dann aus dem Saal, als ihm erklärt wurde, es sei so wie mit Potsdam. Das gehöre zwar irgendwie zu Berlin, aber irgendwie auch nicht. Ein Geschenk von einem Fan nahm der Darsteller auch in Empfang. Einen Anstecker mit der Aufschrift „I love Zü-schen“. In der und um die Garvensburg in dem Fritzlarer Stadtteil Züschen wurden Teile des Films gedreht. Schweighöfer feixte mit breitem brandenburger Dialekt: „Wenn man bei uns sagt, isch sitze jerne in vollen Züschen, dann bedeutet das isch liebe Züsche.“

Gleich drauf lieferte er die Übersetzung: „Das heißt, ich fahre gerne in vollen Zügen und liebe volle Züge.“ Sagte es, steckte den Anstecker ein und hatte offensichtlich großen Spaß dabei. Von Fans erwartet Schweighöfer, Hauptdarsteller und Regisseur des Films „Schlussmacher“, war bereits von hunderten Fans erwartet worden, als er von Kassel kommend im Kino eintraf. So verteilte er bereits weit vor der angekündigten offiziellen Autogrammstunde Unterschriften und ließ sich fotografieren. Filmreif lächeln sah man ihn dabei nur selten, dafür zog er verspielt Grimassen. Das gefiel den Fans, die meist weiblich und um die 16 Jahre waren.

Später plauderte er jeweils nach Filmende in den Kinos mit den Besuchern. Dabei präsentierte er sich charmant, witzig, musikalisch und gerne auch tief unter der Gürtellinie – bis er in einem Saal von einem Vater darauf hingewiesen wurde, dass auch Kinder im Saal seien.

Nicht alle kamen zum Star durch Unmut, weil Schweighöfer-Fans vor dem Kino warteten und nicht hinein kamen Nicht alle Fans gingen zufrieden nach Hause: Viele bekamen kein Autogramm und Matthias Schweighöfer nicht zu sehen. Im Internet und per Mail äußerten manche ihren Unmut.

Wer erst zu der offiziell angekündigen Autogrammstunde um 19.30 Uhr kam, hatte Pech. Die Türen zum Kino blieben dicht. „Es tut uns sehr leid, aber es ging aus Sicherheitsgründen nicht anders“, sagte der Chef des Cine-Royal, Matthias Walter, im HNA-Gespräch. Der Sicherheitsdienst, der Schweighöfer auf seiner Tour begleite, habe 15 Minuten vor dem Eintreffen des Stars die Pläne des Kino-Teams durchkreuzt.

So konnte zum Beispiel die Autogrammstunde nicht wie geplant im Vorraum des Kinos stattfinden und musste kurzfristig in den beengten Innenbereich verlegt werden. „Dass hat das Sicherheitspersonal so entschieden, weil es dort Notausgänge gibt“, so Walther. Die Sicherheit gehe vor, betont er. Insgesamt sei die Veranstaltung aber sehr gut gelaufen. Mit fast 1000 Besuchern habe man nicht gerechnet. „Wir haben das Beste daraus gemacht.“

Fotos: Matthias Schweighöfer in Fritzlar

Matthias Schweighöfer zu Gast im Kino Cine-Royal

Quelle: HNA

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