Mehr als 200 Zuhörer lauschten Schuberts Messe in ES-Dur in der Stadtkirche Treysa

Faszination durch Fugen

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Intonierten gefühlvoll und präzise: Drei Chöre, fünf Solisten und die Musiker des Kammerorchesters Accompagnato hatten unter der musikalischen Leitung von Reiner Eder (rechts) die Messe Es-Dur von Schubert vorbereitet.

Schwalmstadt. Der Silcherchor Homberg, die Vokalgruppe Pro Musica Schwalmstadt, der Neuapostolische Kirchenchor Schwalmstadt sowie das Kammerorchester Accompagnato Kassel lockten am Samstag mehr als 200 Zuhörer in die Stadtkirche in Treysa: Dort erklang unter Leitung von Reiner Eder die Messe Es-Dur von Franz Schubert.

Unterstützt wurden die 80 Chorsänger von fünf Solisten: Marion Clausen (Sopran), Judith Stehl (Alt), Michael Brauer (Tenor), Steffen Gellert (Tenor) und Andreas Machmüller (Bass).

Zunächst waren Orchester und Chor jeweils einzeln zu hören. Sie vertonten eine Sinfonie von Vorisek und eine Motette von Richter. Beide Klangkörper verschmolzen in Schuberts Messe: Sie gehört zu seinen späten Werken – er hörte sie selbst nie, denn sie entstand in seinem letzten Lebensjahr. Prägend für das Werk sind Fugen im Gloria und im Credo. So dominierten im dreiteilige Kyrie vor allem rhythmische Bewegungen. Das Gloria wechselte in B-Dur und war gefärbt von einer Fuge. Ihren Höhepunkt fand die Fuge im Credo. Perfekt intonierten auch die Solisten, getragen vom sicheren Chor und einem eindrucksvollen Orchester – ein Hochgenuss, der im Kirchenschiff noch lange nachhallte. (zsr)

Quelle: HNA

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