Neujahrsempfang: Ludwig Georg Braun erteilt Museumsansiedlung eine Absage

Melsunger FDP will Ansiedlung des Muzkkka nicht mittragen

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Rund 60 Gäste waren zum Neujahrsempfang der FDP in die Melsunger Stadthalle gekommen: Unser Bild zeigt von links Verbandsvorsitzende Marion Viereck, ihren Stellvertreter Tobias Jäger, Landtagsabgeordneten Helmut von Zech, Kreisvorsitzenden Nils Weigand und Festredner Ludwig Georg Braun.

Melsungen. Die Melsunger FDP kann eine Ansiedlung des ehemaligen Rotenburger Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur – kurz Muzkkka – in der Bartenwetzerstadt nicht mittragen.

Das teilte Prof. Dr. Ludwig Georg Braun am Freitagabend rund 60 Gästen beim Neujahrsempfang des FDP Stadtverbandes in der Stadthalle mit. So schön ein solches Museum in Melsungen auch wäre, die Kosten seien der FDP mit 200 000 Euro pro Jahr zu hoch.

Braun, der auch Vorsitzender des Melsunger Ausschusses für Stadtentwicklung ist, nannte in seiner Neujahrsrede etliche Wünsche der FDP zur Melsunger Stadtentwicklung. Dabei kamen mit Blick auf eine Innenstadtbelebung unter anderem folgende Ziele zur Sprache, die in einer Allianz mit der SPD verfolgt werden sollen:

• Häuser in der Kernstadt: Das Wohnen im Quartier soll nach Möglichkeit attraktiver werden; Verkaufsflächen in den Ergeschossen sollen größer werden. Dem Vorhaben müssten viele Beteiligte zustimmen und unterschiedliche Interessen müssten zusammengebracht werden.

• Fuldaufer: Flussnahe Wege sollen einfacher genutzt werden können. Im Auge hat die FDP dabei laut Braun die Entwicklung von Abschnitten zwischen der Schlossbrücke und der St.-Georgs-Brücke.

• Zeitbank: Mit Blick auf den demografischen Wandel soll sich Melsungen eine Zeitbank schaffen: Dort könnte der Aufwand von freiwillig geleisteten Diensten etwa in der Nachbarschaftshilfe gespeichert werden. Wer freiwillig Melsungern beispielsweise den Rasen mäht oder ihnen Einkäufe bis in die Wohnung trägt, so die Idee, könnte die dafür aufgewandte Zeit speichern lassen und irgendwann für sich selbst wieder abrufen – die Garantie dafür soll die Stadt abgeben.

Quelle: HNA

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