Soldaten auf Sportplatz Neukirchen vereidigt 

Musikalisch: Auf dem Neukirchener Marktplatz gab das Heeresmusikkorps 2 aus Kassel ein Platzkonzert.

Neukirchen. Eingebunden in ein militärisches Zeremoniell marschierten am Donnerstag 107 Rekruten der 2. Kompanie des Schwarzenborner Jägerregiments 1 und 21 Soldaten aus der 6. Kompanie des Feldjägerbataillons 251 aus der Alheimer-Kaserne auf den Sportplatz in Neukirchen zu ihrem Gelöbnis oder ihrer Vereidigung ein.

Bereits eine Stunde vorher hatte sich das Heeresmusikkorps 2 aus Kassel, das unter der Stabführung von Oberstleutnant Reinhard Kiauka stand, vor 350 Musikliebhabern auf dem Marktplatz von Neukirchen zu einem Platzkonzert aufgespielt. Bei einem Querschnitt durch die traditionelle deutsche Marschmusik klatschten die Gäste beim „Radetzkymarsch“ oder den „Alten Kameraden“ begeistert den Takt.

Zum Abschluss ihrer dreimonatigen Grundausbildung gelobten oder schworen die jungen Soldaten als freiwillig Dienstleistende (FWDL) oder Zeitsoldaten (SAZ) der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Der Veranstaltung folgten viele Bewohner der Schwalmregion sowie zahlreiche hochrangige Gäste aus dem militärischen und zivilen Umfeld, darunter Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich und Jürgen Kaufmann, Bürgermeister von Schwarzenborn sowie viele Eltern, Partner und Angehörige der Rekruten.

Heike Weber, die Mutter von Jäger Pösch, hatte mit 468 Kilometer aus Hoppegarten bei Berlin die weiteste Anreise. Dafür bedankte sich Oberst Helmut Remus, Kommandeur des Jägerregimentes, bei ihr mit einem Blumenstrauß.

Bilder von der Zeremonie

Gelöbnis des Schwarzenborner Jägerregiments und Soldaten des Feldjägerbataillons

In seiner Ansprache nahm der Kommandeur Bezug auf die Entscheidung der Rekruten zum Soldatenberuf und verwies dabei auch auf die zum Teil gefährlichen Auslandseinsätze. „Soldat sein heißt, unter höchstem persönlichem Engagement für unseren Staat, für Freiheit Demokratie und Recht einzutreten. Im äußersten Fall dies auch unter Einsatz des eigenen Lebens“, betonte Remus. Für Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich sind und bleiben die Soldaten ein integraler Bestandteil der Gesellschaft.

„Mit dem Dienstantritt bei der Bundeswehr begann für uns eine Reise in eine bis dahin fremde Welt“, wies Jäger Marco Braun von der 2. Kompanie aus Schwarzenborn als Sprecher der Rekruten auf die fast abgeschlossene Grundausbildung hin.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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