Feiern im Altkreis ist sicherer geworden - Polizei: „Erfolg der guten Zusammenarbeit“

Im Gespräch: Polizeihauptkommissar Michael Stuhlmann (rechts) spricht mit Vertretern der Burschenschaften der Gemeinde Willingshausen im Rathaus der Gemeinde. Foto: Auel

Willingshausen. Im Altkreis Ziegenhain auf die Kirmes zu gehen ist sicherer geworden. Die neuen Sicherheitskonzepte der Burschenschaften sollen das ermöglicht haben.

Das sagte Polizeihauptkommissar Michael Stuhlmann am Donnerstagabend bei einem Treffen mit den Kirmesburschen der Gemeinde Willingshausen.

„Wir haben eine sehr gute Statistik“, sagte Stuhlmann. Wie der Leiter der Polizeistation Schwalmstadt mitteilte, erkundigen sich andere Landkreise bei ihm, wie die Rate der Unfälle und Schlägereien auf Kirmessen zu senken sind.

Freie Kräfte im Griff

Seit vor drei Jahren die Freien Kräfte Schwalm-Eder Gewalt in die Kirmeszelte der Region brachten, berät die Polizei die Burschenschaften verstärkt. Regelmäßig finden Treffen statt, bei denen gemeinsam Sicherheitskonzepte entwickelt werden. „Wir haben die Freien Kräfte im Griff, aber noch nicht ganz ausgeschaltet“, sagte Stuhlmann.

Qualifiziertes Sicherheitspersonal am Eingang und feste Sperrzeiten sind zwei der Regelungen, die ein entspanntes Feiern ermöglichen sollen. Johannes Bechtel von der Burschenschaft Zella bestätigte: „Kleine Rangeleien gibt es immer noch. Aber die großen Schlägereien bleiben aus.“

„Ich bin selbst Schwälmer und will, dass unsere Kirmessen erhalten bleiben.“

Lob gab es unter anderem für die Burschenschaft Loshausen. Ihre Mitglieder sollen bei ihrer jüngsten Kirmes ein Mitglied der rechten Szene erkannt und am Eingang abgewiesen haben. „Das habt Ihr super gemacht“, sagte Polizeichef Stuhlmann. Auch Heinrich Vesper, Bürgermeister von Willingshausen, lobte das Engagement aller Burschenschaften.

Alkohol ist Problem

Nachholbedarf sieht Polizeihauptkommissar Stuhlmann beim Umgang mit Alkohol. Er zitierte einen Artikel der HNA, nachdem sich im Schwalm-Eder-Kreis in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich viele Jugendliche eine Alkoholvergiftung zugezogen haben.

An den Theken sollte der Jugendschutz eingehalten werden. Schnaps ist für unter 18-jährige tabu. „Natürlich können die Jugendlichen außerhalb des Zeltes Schnaps versteckt haben. Wichtig ist, dass sie von Euch nichts bekommen“, mahnte Stuhlmann.

Weiter Kontrollen

Trotz der guten Bilanz der vergangenen Jahre werde es weiterhin vereinzelt Jugendschutzkontrollen der Polizei geben. Die Beamten wollten sich dabei bemühen, ruhig aufzutreten und die Veranstaltung nicht unnötig zu stören.

Von Juri Auel

Quelle: HNA

Kommentare