Gottesdienst und gemeinsames Essen

Feiern und beten wie die Hugenotten

In der Kleidung der Vorfahren: Am Wochenende wird in Frankenhain der Hugenottensonntag gefeiert. Foto: Archiv

Frankenhain. Es ist inzwischen eine gute Tradition geworden, jährlich am letzten Sonntag im August den Hugenottensonntag zu feiern: Der Hugenotten- und Geschichtsverein Frankenhain und die evangelische Kirchengemeinde Franz-von-Roques laden ein zum Gottesdienst und einem französisch angehauchten Kaffeetrinken für Sonntag, 26. August. Los geht es um 14.30 Uhr auf dem Wiesengelände neben dem Sportplatz in Frankenhain, bei schlechtem Wetter treffen sich die Gäste in der Hugenottenkirche.

In ihrer Heimat mussten die französischen evangelischen Christen ihre Gottesdienste heimlich feiern. Als Kanzeln wurden Weinfässer benutzt. Bibelteile wurden im Haar der Frauen versteckt. „Man traf sich im Freien irgendwo in den Cevennen (einer Gebirgsregion im Süden Frankreichs, d.R.), um auf die Predigt zu hören und um zu beten, aber auch miteinander zu reden und zu essen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Genau das wollen die Gäste am kommenden Sonntag auch tun und dabei an das Leben, die Frömmigkeit und die Schicksale der Frankenhainer Vorfahren erinnern.

Die Frankenhainer Gemeindemitglieder werden gebeten, Kaffee, Tee und Tassen für den eigenen Bedarf und für die Besucher mitzubringen.

Historische Kleidung

Der Hugenotten- und Geschichtsverein Frankenhain besitzt inzwischen einen Fundus selbstgenähter Kleidungsstücke nach historischen Vorbildern – für Frauen, Männer und Kinder. Wer gerne in historischer Kleidung am Hugenottensonntag teilnehmen möchte, kann sich Kleidungsstücke bis zum Freitag, 24. August, nach Rücksprache im Dorfgemeinschaftshaus ausleihen. (jkö)

Quelle: HNA

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