Martha und Georg Siemon sind seit 60 Jahren verheiratet

Sie feiern noch gern

Kannten sich schon als Kinder: Die Eheleute Martha und Georg Siemon. Foto: Landau

Pfieffe. Eigentlich kennen sich Martha und Georg schon von Kindesbeinen an. Nur drei Häuser wohnten sie damals voneinander entfernt. Sie hatten den gleichen Schulweg, und auch andere ihrer Wege kreuzten sich.

Oft trafen sie sich in der Spinnstube. Dort hatten die jungen Leute die Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und einander besser kennenzulernen. „Zu unserer Zeit gab es keine Discotheken und modische Kleidung“, erinnert sich Georg Siemon.

„Georg und ich kannten uns lange Zeit flüchtig und irgendwann haben wir gemerkt, das wir uns sympathisch sind“, erzählt Martha. „Eines Abends, im Jahr 1945, kamen wir auf dem Heimweg von der Spinnstube ins Gespräch.“

„Man kann sich am Tag ruhig streiten. Aber wenn die Sonne untergeht, soll man sich wieder vertragen.“

Martha und Georg Siemon

Viele Verabredungen folgten. Im Jahr 1948 feierten sie schließlich Verlobung. „Es war ein tolles, großes Fest, denn gleichzeitig fand die Silberne Hochzeit von Georgs Eltern statt“, erinnert sich die heute 84-Jährige.

Marthas und Georgs Eltern betrieben eigene Landwirtschaft. Beide mussten viel auf den Höfen ihrer Eltern mit anpacken. „Nach der Verlobung half Georg hauptsächlich auf dem Hof meiner Eltern mit“, erzählt Martha. Doch es blieb immer Raum für Freizeit. „Später gab es Tanzveranstaltungen im Spangenberger Schützenhaus. Dort sind wir immer gern hingegangen und haben gemeinsam das Tanzbein geschwungen“, erinnert sich das Ehepaar. Am 19. Mai 1951 gaben sie sich das Jawort. „Natürlich musste vorher das Eigenheim stehen, das wir eigenhändig erbaut haben“, so der 84-Jährige.

Dort wurde dann mit einem großen Festmahl die Hochzeit gefeiert. „Martha trug ein wunderschönes Kleid mit langer Schleppe“, erinnert sich Georg. 1953 erblickte Tochter Elke das Licht der Welt. Fünf Jahre später wurde Tochter Petra geboren. Mittlerweile freuen sich Martha und Georg über drei Enkel und vier Urenkel. „Unsere Familie hat uns immer viel bedeutet. Das ist auch heute noch so“, sagen die Eheleute. Die Kinder und Enkelkinder wohnen alle in der Nähe. Das Motto der Siemons: „Man kann sich am Tag ruhig streiten. Aber wenn die Sonne untergeht, soll man sich wieder vertragen“.

Die Siemons wollen zu ihrer Diamantenen Hochzeit ein großes Fest im Pfieffer Dorfgemeinschaftshaus feiern. „Es sind viele Bekannte und Verwandte eingeladen“. (zla)

Quelle: HNA

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