Japanische Handarbeit: Künstlerinnen stellten im Hotel Rosengarten in Ziegenhain aus

Feine Kunst aus Fernost

Kaffeeklatsch bei Mattekuchen: Am Samstag waren die japanischen Gäste bei Anneliese Heipel-Biedebach in Ziegenhain zu Gast.

Ziegenhain. In Japan ist Tachiyana Takamura eine bekannte Künstlerin. Hunderten Schülern hat sie bereits die filigrane Technik der so genannten Nadelmalerei beigebracht. Am Wochenende waren die atemberaubenden Arbeiten der Japanerin und ihren Schülerinnen im Hotel Rosengarten in Ziegenhain zu sehen.

Sechs Tage waren die Damen und Reiseleiter Yuichi Nomoto zu Gast in der Schwalm – um ihre Werke zu zeigen und um sich intensiv mit der Schwälmer Weißstickerei zu beschäftigen.

Ton in Ton

Anders als bei dieser Technik – überwiegend Ton in Ton – dominieren in der Nadelmalerei leuchtende Farben. Die Werke täuschen mit erstaunlicher Präzision und Tiefe tatsächlich Gemälde vor. Dicht an dicht sind die Stiche gesetzt, feinfädig und überaus filigran. Ziel der so genannten Nadelmalerei ist es, in den Darstellungen harmonische Farbübergänge zu erzeugen, die an gemalte Bilder erinnern.

Die Technik orientiert sich überwiegend an ineinandergreifend gestochenen Plattstichen, die in feinen Farbschattierungen nuanciert werden. Alle Stiche werden dabei dicht gesetzt, die Richtung der Stiche folgt der Form des Musters. Häufig wird die Nadelmalerei mit Stielstichen, Spaltstichen und Knötchenstichen kombiniert.

Als bevorzugtes Stickmaterial eignet sich ungezwirnte, wenig gedrehte Seide. In den Werken finden sich aber auch Garne wie Wolle, Chenille oder Gespinst wieder. Die Damen, die regelmäßig die Schwalm besuchen, sind mittlerweile weiter nach Paris gereist. Auch in Frankreich werden sie ihre Nadelmalerei noch einmal ausstellen. (zsr)

Quelle: HNA

Kommentare