Das Feld weicht Häusern

Neues Wohngebiet in Grifte bietet 26 Bauplätze – Lücke wird endlich geschlossen

Grifte. Der Blick reicht weit über die Häuser gen Süden, der markante Scharfenstein ist zu sehen, der Holzhäuser Hahn nicht weit entfernt. Für die beiden jungen Paare war es am Mittwoch ein besonderes Erlebnis, zum ersten Mal ganz offiziell ihr künftiges Wohngebiet zu betreten.

Auf zwei der 26 Grundstücke, die zurzeit entlang der Hertingshäuser Straße erschlossen werden, bauen die jungen Leute Häuser und werden damit zu Neubürgern in Edermünde.

„Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Edermünde ist weiterhin groß“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Färber anlässlich des Baubeginns auf dem Feld zwischen der alten Dorfbebauung und dem Baugebiet aus den 1990er-Jahren. Der Acker, der jetzt erschlossen wird, stehe schon lange auf der Wunschliste der Gemeinde. Jetzt könne die Lücke endlich geschlossen werden.

106 Euro pro Quadratmeter

Gleichmäßig groß: Das Baugebiet wird mit einer Stichstraße erschlossen.

Gekauft hat das Grundstück die Betreuungsgesellschaft für landwirtschaftliches Bauwesen (BGL), die auch die Erschließung übernimmt und die Grundstücke verkauft (siehe Hintergrund). Der Preis von 106 Euro pro Quadratmeter scheint konkurrenzfähig, denn elf Baugrundstücke haben bereits Käufer gefunden, die anderen sind noch frei. Die Grundstücksgrößen variieren von 600 bis 700 Quadratmetern, zwei sind etwas größer.

Es sei interessant für junge Leute, gerade mit Kindern oder Kinderwunsch, sich in Grifte anzusiedeln, sagte Färber und verwies auf die gute Infrastruktur mit vielen Einkaufsmöglichkeiten im Ort. Außerdem lege man in Edermünde besonderen Wert auf gute Betreuungseinrichtungen. Der Kindergartenplatz sei für Kinder von 3 bis 6 Jahren zum Beispiel kostenlos.

Die Schwalmstädter Firma Gringel hat mit den Tiefbauarbeiten begonnen, sie legt die Baustraßen an, verlegt Kanalisation und andere Versorgungsleitungen. Der Endausbau der Straßen wird erst passieren, wenn die meisten Häuser gebaut wurden – dann sind mögliche Schäden durch Bauarbeiten nicht so groß.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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