Landwirte starten positiv ins Frühjahr – Für die Aussaat gerüstet

Auf den Feldern nur geringe Frostschäden

Schwalm-Eder. Eis und Schnee haben den Pflanzen auf den Feldern im Schwalm-Eder-Kreis kaum etwas anhaben können. „Wir sind gut über den Winter gekommen“, sagt Kreislandwirt Adolf Lux auf Anfrage der HNA.

Als Grund dafür nannte er den Schnee, der sich schützend über die Pflänzchen gelegt hatte. Er ist eine Isolationsschicht, vor allem auch deshalb, weil der Schnee auf weitgehend trockene Felder fiel. „Das ist wie ein Schutzmantel, so dass wir keine direkten Frostschäden haben“, erklärt der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Dr. Bernd Wenck.

Die Gefahr ist nicht gebannt. Nach wie vor gibt es Nachtfröste, denen die Pflanzen schutzlos ausgeliefert sind. „Die Kahlfröste können noch Schäden anrichten“, betont Kreislandwirt Lux.

Doch unter der Schneedecke fanden nicht nur die Pflanzen Schutz, auch die Mäuse fühlten sich dort wohl. Von einer Plage könne zwar keine Rede sein, allerdings sei Mäusefraß an einigen Stellen sichtbar, sagt Lux. Sein Fazit: „Wir müssen das beobachten, um rechtzeitig reagieren zu können.“ Das gelte nicht nur für Landwirte, auch Kleingärtner sollten ein wachsames Auge auf die Nager haben.

Zurzeit bringen die Landwirte Stickstoff aus, damit die Pflanzen Kraftreserven zum Wachsen haben. Dabei versuchen sie, die leichten Nachtfröste zu nutzen, sagt Wenck. Denn auf gefrorenem Boden hinterlassen die Schlepper weder Spuren noch Schäden.

Vorsicht sei bei der Aussaat geboten, sagt Wenck. Während das Wintergetreide im Vorjahr gesät wurde – damit sind fast zwei Drittel der Ackerfläche im Landkreis bestellt –, stehen Hafer, Roggen und Sommergerste noch an. Und weil es Anfang April noch zu Nachtfrösten kommen kann, warten die Bauern auch bei Kohl und Rüben. Die sollten erst in den Boden, wenn dieser wärmer und die Temperaturen konstant sind. Zum Tage, Hintergrund

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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